Brauerei kontra Musical-Betreiber
Heftiger Streit um König-Ludwig-Rechte

Um die Rechte am Namen des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. tobt ein heftiger Streit. Prinz Luitpold von Bayern habe in Hamburg und München einstweilige Verfügungen gegen die Macher des neuen Musicals „Ludwig²“ erwirkt, teilte das Festspielhaus Neuschwanstein am Freitag mit.

HB MÜNCHEN. Seine Schlossbrauerei Kaltenberg hat sich vor Jahren unter anderem die Marken „König Ludwig“ und „Ludwig II.“ gesichert.

Schon das erste Ludwig-Musical in Füssen hatte mit dem Problem zu kämpfen. „Um im Titel des Stücks den Namen Ludwig II. führen zu dürfen, sahen sich die damaligen Macher gezwungen, der Schlossbrauerei Kaltenberg einen sechsstelligen Betrag, eine laufende Beteiligung an den Einnahmen und einen Bierlieferungsvertrag zuzusagen“, berichtete das Festspielhaus. Auch bei dem neuen Stück fordere die Brauerei eine Lizenzgebühr. Da die bisherigen Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten, habe Prinz Luitpold die Einstweiligen Verfügungen erwirkt. Die Verantwortlichen des Festspielhauses kritisierten den Anspruch. „Der König ist eine historische Person und damit ein Allgemeingut.“

Prinz Luitpold sagte der „Süddeutschen Zeitung“, wenn der Name seines Urgroßonkels schon verwertet werde, „dann machen wir das selber“. Er habe zehn bis 20 Millionen Euro in die Marke investiert. „Wenn da jetzt jemand auf den laufenden Karren springt, kann das wahnsinnigen Schaden anrichten.“ Ihm gehe es nicht um einen hohen materiellen Nutzen, sondern darum, „die Würde und das Ansehen des Königs Ludwig II. von Bayern angemessen zu berücksichtigen.“

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