Brauereikonzern AB Inbev Beck's-Chef verliert Job nach Alkoholfahrt

Nur fünf Monate war Till Hedrich im Amt: Nun muss der Deutschland-Chef des weltgrößten Brauereikonzerns AB Inbev seinen Posten abgeben, weil er einen Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht haben soll.
Update: 02.06.2015 - 09:21 Uhr Kommentieren
Das Logo des weltgrößten Brauereikonzerns AB Inbev, zu dem auch Beck's und Hasseröder gehört: Medien zufolge soll Deutschland-Chef Till Hedrich einen Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht haben. Quelle: Reuters
AB Inbev

Das Logo des weltgrößten Brauereikonzerns AB Inbev, zu dem auch Beck's und Hasseröder gehört: Medien zufolge soll Deutschland-Chef Till Hedrich einen Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht haben.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Deutschland-Chef des weltgrößten Brauereikonzerns Anheuser-Busch Inbev (Beck’s, Hasseröder, Diebels), Till Hedrich, ist nach nur fünf Monaten im Amt überraschend ausgeschieden. Das bestätigte das Unternehmen dem Handelsblatt. Grund ist demnach ein Auto-Unfall unter Alkoholeinfluss.

Hedrich habe Ende April auf der A95 zwischen München und Garmisch-Patenkirchen einen Autounfall verursacht, schrieb das Unternehmen. Dabei habe er nach eigener Schilderung gegenüber AB Inbev unter „erheblichem Alkoholeinfluss“ gestanden.

„Die interne Policy regelt mit einer Null-Toleranz das Thema Alkohol am Steuer und betont auch die beruflichen Konsequenzen für den Fall einer Nichtbeachtung. Alkohol ist kein Getränk, was vor dem Führen eines Fahrzeugs einen Platz hat. Dementsprechend erschüttert war das Unternehmen über die Schilderungen Hedrichs, der in seiner Rolle zudem ein hohes Maß an Vorbildfunktion trägt”, teilte das Unternehmen mit.

Hedrich hatte erst kürzlich gegenüber dem Handelsblatt angekündigt, mit den Premium-Marken des Konzerns den deutschen Marktführer Krombacher ablösen zu wollen. In Deutschland beteiligt sich der Konzern an den Kampagnen zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, die die Branche fährt. Slogans: „Bier bewusst genießen” und „Geklärt, wer fährt“.

Übergangsweise führt jetzt Europachef Stuart MacFarlane den Brauerei-Riesen mit Deutschland-Zentrale in Bremen.

Die Deutschen und das liebe Bier
23. April: Tag des Bieres
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In Deutschland ist Bier so sehr verwurzelt, dass der Gerstensaft es auch in die Redensarten geschafft hat. Der Satz „Da ist Hopfen und Malz verloren“ stammt schon aus dem 16. Jahrhundert. In diesem Zeitraum, nämlich am 23. April 1516, wurde auch das deutsche Reinheitsgebot erstmals festgeschrieben. Seit 1994 zelebrieren die Brauereien den 23. April deshalb als „Tag des deutschen Bieres. In diesem Jahr feiern die Brauer 499 Jahre Reinheitsgebot mit einem Fest in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Besonders gefeiert wird in Bayern, wo am 23. April 1516 das Reinheitsgebot in Ingolstadt erlassen worden war. Handelsblatt Online hat die wichtigsten und witzigsten Fakten zusammengestellt. Welches das beliebteste Bier bei Singles ist, welche Brauerei die größte ist und wie viel der Staat am Bier verdient – die Fakten zum Durchklicken.

Quelle: Statista

Die beliebtesten Biermarken in Deutschland
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Bier ist in Deutschland beliebt, so viel ist klar. Doch welche Marke trinken die Deutschen am Liebsten? Die Zahlen von Statista geben eine klare Antwort: Beck’s. Die Brauerei – inzwischen Teil des Brauereikonzerns AB Inbev – konnte ihren Anteil von 2012 auf 2013 sogar noch leicht ausbauen. Demnach greifen rund elf Prozent am liebsten zu der grünen Flasche aus Bremen. Auf Platz zwei landet Krombacher mit 9,5 Prozent, auf Platz drei Warsteiner mit neun Prozent. Gemessen wird die Beliebtheit am Konsum in den vergangenen vier Wochen.

Die beliebtesten Biermarken in Deutschland unter Singles
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Kurios: Auch die beliebtesten Biere der deutschen Singles werden erhoben. Die Zahlen weichen aber nur geringfügig von den Gesamtwerten ab. Auch bei den Alleinstehenden bleiben Beck’s, Warsteiner und Krombacher auf den vorderen Plätzen. Abseits des Treppchens gibt es aber Unterschiede: Statt Veltins ist die vierte Wahl unter Singles König Pilsener.

Pro-Kopf-Konsum in Deutschland
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2014 haben die Verbraucher in Deutschland erstmals seit acht Jahren wieder mehr Bier getrunken. Pro Kopf waren es demnach durchschnittlich 106,9 Liter. Das war ungefähr ein Glas mehr als 2013. Damals waren es 106,6 Liter pro Jahr. Die Branche führt die Steigerung auf die milden Temperaturen im ersten Halbjahr, die Fußball-Weltmeisterschaft und ein stabiles Konsumklima zurück. Insgesamt hat der Pro-Kopf-Konsum seit der Jahrtausendwende deutlich abgenommen. Im Jahr 2000 trank ein Deutscher noch 125,6 Liter Bier im Jahr.

Die Bundesländer mit dem höchsten Bierabsatz
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Am meisten Bier wird in Nordrhein-Westfalen getrunken. Ganze 23,9 Millionen Hektoliter Bier wurden dort 2013 konsumiert. Dicht gefolgt vom Bundesland des Bieres – Bayern. Dort waren es rund 22,1 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes. Auf dem dritten Platz landeten Niedersachsen und Bremen mit einem deutlich geringerem Konsum. Hier waren es nur 9,3 Millionen Hektoliter.

Konsumausgaben für Bier in Deutschland
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Durch den sinkenden Konsum haben sich auch die Ausgaben verringert. Allein von 2008 bis 2012 haben die Deutschen fast sechs Milliarden Euro weniger in Bier investiert. Das dürfte den Brauereien nicht sonderlich schmecken.

Steuereinnahmen durch die Biersteuer
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Auch der Staat zapft sich etwas vom Bierkonsum der Deutschen ab – und „leidet“ dementsprechend unter dem sinkenden Interesse am Gerstensaft. Seit 1999 haben sich die Einnahmen des Bundes durch die Biersteuer deutlich reduziert. Damals spülte das Bier rund 846 Millionen Euro in die Kassen des Finanzministeriums. 2013 waren es lediglich 697 Millionen Euro.

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