Brauereiriese

Premiumbier füllt AB Inbev die Kasse

Der weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch Inbev bekommt Rückenwind für seine Übernahmepläne. Im dritten Quartal machte der Konzern vor allem mit seinen Premiummarken wie Beck's gute Geschäfte.
Der Konzern will die Nummer zwei auf dem Weltmarkt, SAB Miller, übernehmen. Quelle: Reuters
AB-Inbev-Zentrale in Leuven

Der Konzern will die Nummer zwei auf dem Weltmarkt, SAB Miller, übernehmen.

(Foto: Reuters)

LondonFlorierende Geschäfte mit seinen Premium-Marken geben dem Bier-Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev vor der geplanten Übernahme des Branchenzweiten SAB Miller Rückenwind. Der Beck's- und Budweiser-Brauer mit Sitz in Belgien steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal um rund acht Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Zwar wuchs das Absatzvolumen lediglich um 1,5 Prozent. Preiserhöhungen und eine stärkere Nachfrage nach hochpreisigen Bieren füllten aber die Kasse. Das Management zeigte sich zudem optimistisch, dass dieser Trend anhalten wird.

Der operative Gewinn sank auf 4,4 Milliarden Dollar. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse und andere Sondereffekte legte er allerdings um knapp zehn Prozent zu. Vor allem in den USA lief es rund. In China bekam der Konzern die Konjunkturabkühlung zu spüren.

Das sind die größten Bierbrauer der Welt
Platz 10: Groupe Castel
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Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß: 29,8 Millionen Hektoliter

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2014

Platz 9: Kirin
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Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß: 43,1 Millionen Hektoliter

Platz 8: Yanjing
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Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß: 48,3 Millionen Hektoliter

Platz 7: Molson Coors
4 von 10

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß: 58,1 Millionen Hektoliter

Platz 6: Tsingtao Brewery Group
5 von 10

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß: 70,5 Millionen Hektoliter

Platz 5: China Resources Brewery
6 von 10

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß: 117,4 Millionen Hektoliter

Platz 4: Carlsberg
7 von 10

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß: 120,3 Millionen Hektoliter

AB Inbev will bis Mittwoch ein verbindliches Angebot für eine rund 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme des britisch-amerikanischen Rivalen SAB Miller vorlegen, der Marken wie Pilsner Urquell, Peroni und Grolsch verkauft. Sollte die Fusion zustande kommen, käme weltweit jedes dritte Bier aus einer Brauerei des Konzerns.

  • rtr
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