Bremer Logistics Group hat sich vom Hafenbetreiber zu einem international tätigen Logistikkonzern gewandelt
BLG hat „Etikettenschwindel“ nicht nötig

Der ehemalige Bremer Hafenbetreiber, die BLG Logistics Groupmit ihren 6500 Mitarbeitern, hat sich zu einem weltweit tätigen Logistikunternehmen gewandelt. Die BLG erfüllt unter anderem logistische Aufgaben für Bosch und Siemens.

BREMEN. Der Taxifahrer korrigiert milde lächelnd: Nein, nicht Präsident-Kennedy-Platz 1a. Das steht zwar im Briefkopf der BLG Logistics Group aus Bremen. Eigentlich lautet die korrekte Adresse aber Kohlhökerstraße. Und der Taxifahrer kennt auch den Grund: „Das war der BLG nicht fein genug.“

BLG-Chef Detthold Aden hat natürlich eine eigene Begründung für den Etikettenschwindel: „Keiner unserer ausländischen Kunden kann etwas mit Kohlhökerstraße anfangen. Da klingt Präsident-Kennedy-Platz 1a einfach besser.“

Und so eine Adressänderung läuft an der Weser folgendermaßen: Mit Hilfe guter Freunde in der Politik wird der Platz ein wenig verlängert – zu Lasten der Straße –, bis alles ins rechte Bild gerückt ist. Schließlich weiß der Stadtstaat, was er an seiner BLG hat. Zahlreiche Honoratioren sitzen in Aufsichts- und Beirat. Der landeseigene Konzern ist mit 6 500 Mitarbeitern Bremens größtes einheimisches Unternehmen, seit die Brauerei Becks an Interbrew verkauft worden ist.

Doch der Adresswechsel ist nur die augenfälligste Änderung, der sich die 1877 gegründete Bremer Lagerhaus Gesellschaft (BLG) unterzogen hat. „Die BLG hat sich vom Bremer Hafenbetreiber zu einem weltweit tätigen Logistikunternehmen gewandelt“, sagt Aden ein wenig stolz. Die BLG schrieb 2003 bei einem Umsatz von 566 Mill. Euro 15 Mill. Euro Gewinn. 2004 peilt Aden über 20 Mill. Euro Gewinn an, in fünf Jahren sollen es 50 Mill. Euro sein.

Längst hat sich das Bremer Unternehmen von seinem Hafen an der norddeutschen Küste ins weit Landesinnere bewegt. Über die von der Hamburger Paul Günther AG erworbene Kontraktlogistik erfüllt die BLG mittlerweile logistische Aufgaben in den Fabriken von Bosch in Waibling und Erfurt und von Siemens in Durach und Krefeld.

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