Brillenhersteller wächst kräftig
Hörgerät: Fielmann

Der Billenhersteller Fielmann ist schwungvoll in das Jahr 2007 gestartet und will sein Expansionstempo auch in der Zukunft beibehalten. Obendrein hat der Optiker eine neue Zielgruppe für sich entdeckt: Menschen mit einer Hörschwäche. Für den großen Einstieg ins Hörgeräte-Geschäft gibt es bereits zwei Szenarien.

HB HAMBURG. Mittelfristig soll ein Umsatz von 50 bis 150 Mill. Euro im Hörgeräte-Bereich erzielt werden, wie Firmengründer Günther Fielmann am Donnerstag mitteilte. Dazu will Fielmann entweder eine Akustikerkette kaufen oder ein eigenes Angebot aufbauen. „Wir verkaufen Brillenmode und keine Prothetik“, stellte Fielmann aber klar. Schon jetzt verkauft Fielmann Hörhilfen, aber der Umsatz damit liegt unter zehn Mill. Euro im Jahr.

Aber auch im klassischen Brillengeschäft will Fielmann in neue Größen vordringen: 200 zusätzliche Geschäfte will die Kette bis 2012 allein in Deutschland öffnen. Bisher hat Fielmann rund 500 heimische Läden und zusätzliche 70 im Ausland. Der Wachstumskurs soll auch die Kasse klingeln lassen: Bis 2012 will Fielmann den Umsatz von heute 793 Mill. auf 1,1 Mrd. Euro steigern, der Brillenabsatz soll pro Jahr um eine Million Euro zunehmen, der Gewinn vor Steuern von 107 Mill. auf 110 Mill. Euro steigen.

Im ersten Quartal 2007 lag Fielmann mit dem Wachstumsprogramm schon auf Kurs: Der Konzernumsatz stieg um 5,9 Prozent auf 203,6 Mill. Euro und der Nettogewinn um 14,7 Prozent auf 19,3 Mill. Euro. Fielmann verkaufte 1,5 Mill. Brillen bis Ende März, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Gesamtjahr sollen 35 neue Niederlassungen entstehen und 400 neue Jobs geschaffen werden.

Der Optikkonzern wächst vor allem mit dem deutschen Brillenmarkt: Wegen der Alterung der Gesellschaft brauchen immer mehr Bürger eine Sehhilfe. Außerdem bestellen immer mehr Kunden so genannte Gleitsichtgläser. Das sind teure und kompliziert herzustellende Gläser, die aber einen höheren Komfort bieten. Fielmann liegt beim Durchschnittspreis der Brillen um mehr als 50 Prozent unter klassischen Optikern, weil der Konzern eine eigene Fabrik unterhält und seine Preise ohne Großhandelsmarge kalkuliert.

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