Britische Kaufhauskette
Ausblick von Marks & Spencer schockiert

Die Konsumflaute in Großbritannien trifft die Kaufhaus-Kette Marks & Spencer viel härter als bislang befürchtet. Der auf edlere Waren spezialisierte Einzelhändler schockierte die Börsianer am Mittwoch mit einer Gewinnwarnung und schickte seine Aktie auf Talfahrt.

HB LONDON. Der Kurs rutschte um 20 Prozent auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Im vergangenen Vierteljahr büßte Marks & Spencer mehr als fünf Prozent Umsatz ein. Vor allem das Lebensmittelgeschäft lief schlecht, da die Kunden ihr Geld lieber bei billigeren Anbietern ließen - Aldi etwa legt in Großbritannien derzeit kräftig zu.

Marks & Spencer wechselt deshalb nach nur einem Jahr den Chef der Lebensmittel-Sparte aus. In Großbritannien bekommen die oft hoch verschuldeten Verbraucher neben den hohen Benzinpreisen derzeit vor allem den Rückgang der Immobilienpreise schmerzhaft zu spüren.

M&S-Chef Stuart Rose zeigte sich auch für den künftigen Konzernumsatz pessimistisch. Die schwierigen Bedingungen würden bis 2009 anhalten, warnte er. In den vergangenen Wochen sei das Verbrauchervertrauen weiter gesunken und die Marktlage habe sich noch einmal verschärft. Dies sei aber nicht nur ein Problem von Marks & Spencer: "Es handelt sich hier auf jeden Fall um eine Verlangsamung im Einzelhandel insgesamt, und wir wissen nicht, wo das enden wird."

Börsianer teilten die Sorgen um den britischen Konsum: Die Titel der Bekleidungskette Next und die Aktien der Supermarktkette Sainsbury fielen um jeweils gut sieben Prozent.

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