Britische Wettbwerbshüter äußern Bedenken
Kartellbehörde: LSE-Übernahme schadet Wettbewerb

Die Deutsche Börse sieht sich bei Kartellauflagen der britischen Wettbewerbsbehörden im Falle eines möglichen Übernahmeangebotes für die London Stock Exchange (LSE) im Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Euronext.

HB FRANKFURT. „Die Bedenken der Commission beziehen sich ausschließlich auf Clearing-Dienstleistungen für britische Aktien“, teilte die Deutsche Börse am Freitag in Frankfurt mit. Diese erbringe für die LSE das Clearinghaus LCH Clearnet, dessen Hauptaktionär Euronext sei. Die Deutsche Börse biete dagegen keine solchen Clearing-Services für den Londoner Markt an.

Die Börse reagierte damit auf eine Stellungnahme der britischen Kartellbehörde. Diese hatte zuvor mitgeteilt, eine Übernahme der LSE würde dem Wettbewerb insgesamt nachhaltig schaden. Sowohl ein Kauf durch die Deutsche Börse als auch durch die Vier-Länder-Börse Euronext würde anderen Börsenbetreibern den Wettbewerb mit der LSE erschweren, weil beide Interessenten Abwicklungssysteme für die LSE entweder besäßen oder kontrollierten.

Die Deutsche Börse hatte ihr Angebot für die LSE im März zwar zurückgezogen, aber um eine weitere Prüfung der Wettbewerbshüter gebeten. Die Euronext wollte die Beurteilung der Kartellbehörde abwarten.

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