Britischer Billigflieger

Easyjet-Streik in der Urlaubszeit?

Paukenschlag in London: Die Mitarbeiter des Billigfliegers Easyjet stimmen über einen Streik ab. Rund 2000 Flugbegleiter sollen im Streit um bessere Bezahlung über die Arbeitsniederlegung entscheiden.
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Ein Flugzeug der britischen Fluggesellschaft rollt über den Flughafen Berlin-Schönefeld: Der britischen Billigfluggesellschaft droht Streik. Quelle: dpa
Easyjet

Ein Flugzeug der britischen Fluggesellschaft rollt über den Flughafen Berlin-Schönefeld: Der britischen Billigfluggesellschaft droht Streik.

(Foto: dpa)

LondonMitten in der Urlaubszeit wollen die Mitarbeiter des britischen Billigfliegers Easyjet über einen Streik abstimmen. Rund 2000 Flugbegleiter sollen von Dienstag kommender Woche an im Streit um Bezahlung darüber entscheiden, ob sie die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft Unite am Montag in London mitteilte.

„Von einem Streik sind wir noch weit entfernt“, sagte ein Gewerkschaftssprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hoffen, dass wir davor eine Lösung finden.“

Im Falle eines Ausstands, der frühestens am 10. August beginnen dürfe, werde es aber erhebliche Störungen geben, die auch Deutschland betreffen könnten.

Hier heben Europas Billigflieger ab
Ohne Platzierung: München (MUC), Berlin-Tegel (TXL), Stuttgart (STR)
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Mit München (Foto), Stuttgart und Berlin-Tegel schafften es laut dem dem Low Cost Monitor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gleich drei große deutsche Flughäfen nicht unter die besten 30 in Sachen Billigflüge – und das, obwohl sie 2015 alle noch zu Europas Besten gehörten. Insgesamt legen die deutschen Flughäfen aber zu – im Juli 2016 wurden fast 4.400 Billigflüge pro Woche durchgeführt, 350 mehr als ein Jahr zuvor.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Low Cost Monitor 2/2016

Platz 27: Stuttgart (STR)
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Der Flughafen Stuttgart belegt Platz 27 bei den europaweiten Flughäfen mit den meisten Starts im Billigflug-Bereich. Der Airport ist der größte Flughafen in Baden-Württemberg und hatte 2014 ein Verkehrsaufkommen von rund 9,7 Millionen Passagieren, von denen knapp 5,3 Millionen Angebote im Low-Cost-Segment genutzt haben.

Platz 18: Köln/Bonn (CGN)
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Der Flughafen Köln/Bonn ist die Heimatbasis der Lufthansa-Billigtochter Germanwings. 2002 startete hier die erste Germanwings-Maschine sowie Flieger der damaligen Billigfluglinie Hapag Lloyd Express. Im aktuellen Ranking ist Köln/Bonn der deutsche Flughafen, von dem aus am meisten Billigflieger starten.

Platz 26: Hamburg (HAM)
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Auch der Hamburger Flughafen bietet recht viele Strecken im Billigsegment an und belegt somit Platz 26. Im Vergleich zur europäischen Konkurrenz geht es aber abwärts – noch Anfang 2015 belegte Hamburg bei den Billigflügen Platz zehn.

Platz 6: Berlin-Tegel (TXL)
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Der Berliner Flughafen Tegel belegt den sechsten Platz bei den 30 größten Flughäfen mit einem hohen Billigflieger-Anteil. Der Flughafen ist die Heimatbasis der Gesellschaft Air Berlin, die ebenfalls viele Low-Cost-Angebote aufweist.

Platz 19: Düsseldorf (DUS)
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Unter den 30 größten Flughäfen mit einem hohen Anteil an Low-Cost-Angeboten befindet sich auch der Düsseldorfer Airport, von wo mehr als 500 Flugzeuge pro Woche im Billigsegment starten. Dafür verantwortlich ist unter anderem die Lufthansa: Die deutsche Fluggesellschaft lässt inzwischen viele innerdeutsche und europäische Flüge von der Billigtochter Eurowings durchführen.

Platz 2: London-Gatwick (LGW)
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Ab London-Gatwick starten mehr als 1700 Billigflieger pro Woche. Besonders Ryanair und Vueling sorgen mit mehr Starts dafür, dass Gatwick auf den zweiten Platz springt (2015: Platz 4) Insgesamt werden von den drei Londoner Flughäfen so viele Low-Cost-Flüge pro Woche angeboten wie in keinem anderen Ballungsraum Europas.

Die Fluggesellschaft zeigte sich hingegen zuversichtlich, den Sommer-Flugplan einhalten zu können. Die Mehrheit des Kabinenpersonals sei nicht gewerkschaftlich organisiert. Das Unternehmen habe der Gewerkschaft bereits fünf Angebote gemacht, von der Arbeitnehmerseite sei dagegen kein „konstruktives Angebot“ gekommen.

  • dpa
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