British Airways: Erst Finger-Abdruck, dann Finger-Food

British Airways
Erst Finger-Abdruck, dann Finger-Food

Das neue Terminal 5 verschafft British Airways endlich ein modernes Drehkreuz auf dem Flughafen London-Heathrow. In zehn Minuten sollen die Passagiere künftig durch Check-in und Sicherheitskontrollen gleiten. Zudem werden Fluggäste, die 35 Minuten vor Abflugtermin noch nicht da sind, nicht mehr an Bord gelassen.

LONDON. Lange Schlangen auf dem Flughafen Heathrow - ein vertrautes Bild. Doch hier, im neuen Terminal 5, sind es nicht nervöse Passagiere, sondern herrenlose Koffer, die vor den Check-in-Schaltern aufgereiht stehen. 12 000 Gepäckstücke, so weit das Auge reicht: Rollkoffer, Hartschalenkoffer, große Taschen; neue, verkratzte, halb zerrissene. Sie sind mit Leuchtfarbe markiert, tragen Etiketten mit Nummern und Schildern, auf denen das Gewicht vermerkt ist. Der Flughafenbetreiber BAA und British Airways testen das Gepäcksystem mit seinen 18 Kilometern Laufband. Alles soll perfekt klappen, wenn das neue Terminal am 27. März die ersten Flüge abwickelt.

In zehn Minuten sollen die Passagiere künftig durch Check-in und Sicherheitskontrollen gleiten. Bisher reicht das in London-Heathrow mit etwas Glück, um den Koffer am sogenannten "Quick Bag Drop"-Schalter loszuwerden. Neu ist, dass Fluggäste, die 35 Minuten vor Abflugtermin noch nicht da sind, konsequent abgewiesen werden.

Außerdem werden alle Reisenden zu Zielen in Großbritannien und Irland erkennungsdienstlich behandelt - nach dem Check-in und noch einmal vor dem Einsteigen müssen sie sich fotografieren lassen und Fingerabdrücke abgeben. "Die Daten werden sofort wieder gelöscht", beteuert eine Sprecherin von British Airways. Die zusätzliche Sicherheit habe einen Vorteil: Man brauche keine separaten Zonen für nationale und internationale Passagiere. So hätten alle mehr Auswahl an Geschäften und Restaurants.

Die hat das neue Terminal 5 reichlich zu bieten - auch wenn es innen nicht ganz so luftig wirkt, wie das beeindruckende Äußere vermuten lässt. Der Glasklotz mit der Grundfläche von zehn Fußballfeldern und dem geschwungenen Dach erhebt sich imposant über Autobahnzubringer und Rollfeld. Von der Abflugebene im fünften Stock schweift der Rundblick bei gutem Wetter von Schloss Windsor bis zum Wembley-Stadion. Knapp sechs Milliarden Euro kostete der von Star-Architekt Richard Rogers entworfene Bau, der bis 2010 noch ein zweites Satelliten-Gebäude bekommen soll.

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