British Airways

Personal distanziert sich von Streik über Weihnachten

Das Kabinenpersonal von British Airways wollte über die Weihnachtsfeiertage eigentlich streiken. Doch nun rudern die Mitarbeiter der Fluggesellschaft zurück: Über die Festtage soll es keinen neuen Arbeitsausstand geben.
Update: 23.12.2016 - 09:58 Uhr Kommentieren
Der Grund für den Sinneswandel soll ein verbessertes Angebot im Tarifstreit sein. Quelle: dpa
Kabinenpersonal nimmt Abstand von Streiks

Der Grund für den Sinneswandel soll ein verbessertes Angebot im Tarifstreit sein.

(Foto: dpa)

LondonBei der Fluggesellschaft British Airways wird das Kabinenpersonal nun doch nicht über Weihnachten streiken. Das Unternehmen habe ein neues Angebot vorgelegt, über das abgestimmt werden solle, berichtete die Gewerkschaft Unite in London. Der geplante Streik sei deswegen vorerst ausgesetzt.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um die Gehälter von Angestellten, die seit 2010 für das Unternehmen arbeiten. Sie sollen derzeit weniger verdienen als ihre Kollegen.

Der Gewerkschaft zufolge sind bei der britischen Fluggesellschaft Stellen mit Jahresgehältern zwischen 21 000 und 25 000 Pfund (etwa 25 000 bis 29 000 Euro) ausgeschrieben worden. Tatsächlich erhielten viele Mitarbeiter aber ein Einstiegsgehalt von kaum mehr als 12 000 Pfund pro Jahr sowie 3 Pfund je Flugstunde.

Das sind die Renditekönige der Lüfte
Air Berlin
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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist seit Jahren einer der größten Geldvernichter der europäischen Luftfahrt. Im vergangenen Jahr betrug die operative Marge minus 7,5 Prozent. Fehlende Integration der zahlreichen Zukäufe und ein zu unklares Geschäftsmodell sind die Ursachen.

Air France-KLM
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Der Zusammenschluss der französischen Air France mit der niederländischen KLM im Jahr 2004 war die erste große Fusion in der europäischen Branche. Wirtschaftlich weiter gebracht hat sie beide Unternehmen nicht. Mit einer Marge von gerade einmal 4,28 Prozent ist die Airline eher schwach aufgestellt. Vor allem das streikfreudige Personal in Frankreich verhindert bislang harte Reformen.

Lufthansa
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Der deutsche Branchenprimus, zugleich nach Umsatz und Passagierzahlen die größte europäische Airline, wird seit Jahren umgebaut. Doch der Prozess dauert, auch weil die Mitarbeiter sich von früheren Zusagen zum Beispiel bei der Altersversorgung verabschieden müssen. Doch der Kurs zahlt sich langsam aus, die Marge lag 2015 bei 4,85 Prozent.

Emirates
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Die älteste der drei Airlines vom Persischen Golf schaffte im vergangenen Jahr die ansehnliche Marge von 9,80 Prozent. Ihr Vorteil: Mit dem Drehkreuz in Dubai und einer überwiegend aus Langstreckenmaschinen bestehenden Flotte arbeitet sie sehr effizient. Zudem bekommt die Airline volle Rückendeckung durch die Regierung.

IAG
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Die Gesellschaft entstand Anfang 2011 durch den Zusammenschluss der britischen British Airways und der spanischen Iberia. Hartes Management und weitere Übernahmen wie etwa die der Billig-Airline Vueling und der irischen Aer Lingus machten aus der Gruppe eine der renditeträchtigsten Airlines in Europa mit einer Marge von 10,22 Prozent im vergangenen Jahr. Inwieweit dieser Wert nach dem Brexit-Votum der Briten gehalten werden kann, ist allerdings offen.

Turkish Airlines
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Gleichauf bei der Rendite mit der IAG liegt Turkish Airlines (10,22 Prozent). Die Fluggesellschaft ist in den zurückliegenden Jahren rasant gewachsen. Ähnlich wie am Persischen Golf wird sie stark von der Regierung unterstützt, die sie als Treiber des Wirtschaftswachstums sieht. Offen ist, welche Folgen die zunehmende Isolation der Türkei für die Airline haben wird.

United Continental
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United Continental entstand 2010 durch die Fusion von United Airlines mit Continental Airlines. Der Zusammenschluss zog sich über mehrere Jahre hin, zum Beispiel flogen noch bis 2015 beide Airlines mit eigenem Personal. Auch die Integration der Informationstechnik dauerte. Das ging zu Lasten der Marge, United ist mit 13,64 Prozent das Schlusslicht unter den vier großen US-Airlines.

Viele Mitarbeiter müssen der Gewerkschaft zufolge Nebenjobs annehmen, um über die Runden zu kommen, andere gingen krank zur Arbeit. Unite sprach in diesem Zusammenhang von einem Sicherheitsrisiko.
British Airways hatte schon zuvor angekündigt, trotz Streikdrohungen den normalen Flugbetrieb an Weihnachten aufrechterhalten zu können.

In Großbritannien hatte es mehrere Streiks in unterschiedlichen Bereichen, darunter bei Post und Bahn, kurz vor Weihnachten gegeben. Die meisten Auseinandersetzungen sind inzwischen beigelegt. Forderungen nach einem Streikverbot an den Festtagen hatte ein Regierungssprecher in London eine Absage erteilt.

  • dpa
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