British American Tobacco
Lucky-Strike-Hersteller setzt auf Elektro-Zigaretten

Durch die Ausweitung des Rauchverbots geht der Absatz mit den Glimmstängeln weltweit zurück. Daher setzen nun viele Hersteller auf die Elektro-Zigarette – auch Lucky-Strike-Hersteller BAT schwenkt nun um.
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LondonDer weltweit zweitgrößte Zigarettenkonzern British American Tobacco setzt auf Elektro-Zigaretten. Das Geschäft mit den batteriebetriebenen Metallröhrchen, in denen eine Nikotin-Flüssigkeit verdampft wird, solle möglichst rasch ausgebaut werden, teilte der Hersteller von Marken wie Lucky Strike, Kent, Dunhill oder Pall Mall am Mittwoch mit. Erst am Montag hatte BAT seine erste E-Zigarette in Großbritannien auf den Markt gebracht. „Wir konzentrieren uns auf Großbritannien, aber der E-Zigaretten Markt entwickelt sich weltweit rasant, und wir wollen sicherstellen, dass wir mithalten, weil wir eine führende Position einnehmen wollen“, sagte BAT-Manager Kingsley Wheaton.

Weltweit geht die Zahl von Rauchern zurück. In vielen Ländern wurden in den vergangenen Jahren weitreichende Rauchverbote eingeführt. Daher gewinnen elektrische Zigaretten an Beliebtheit. Sie dürfen an manchen Orten noch geraucht werden, während herkömmliche Glimmstengel verboten sind. Häufig werden sie auch als Hilfe genutzt, um mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Der Marktforschungsgruppe Euromonitor zufolge war der Markt für E-Zigaretten im vergangenen Jahr zwei Milliarden Dollar schwer. Manche Analysten schätzen, dass die elektronische Zigarette in zehn Jahren dem herkömmlichen Tabak-Produkt den Rang abgelaufen hat. Auch andere große Tabakkonzerne wie der Davidoff- und Gauloises-Hersteller Imperial Tobacco oder Lorillard, Reynolds American sowie Altria wollen damit Kunden gewinnen.

Im ersten Halbjahr 2013 verkaufte BAT insgesamt 332 Milliarden Zigaretten, 3,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Dank Preissteigerungen stieg der Umsatz jedoch um vier Prozent auf 7,75 Milliarden Pfund (8,9 Milliarden Euro). Ebenfalls um vier Prozent legte das operative Ergebnis auf 2,94 Milliarden Pfund zu. Dieser Trend werde sich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, hieß es bei BAT.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Habe vor 2 Jahren mit Rauchen aufgehört und dampfe seither Produkte die ich legal mit Nikotin per Post importieren kann. Ich bevorzuge Bestellungen aus den USA, wo ein florierender Markt mit Qualitätsregulationen besteht, über zweifelhafte Bestellungen aus Asien. Aufgerechnet kostet mich ein Päckchen so weit weniger als 1 EUR! Diverse Anbieter haben auch europäische Webseiten, z.B. dampfhai.ch

  • Jetzt wirds auf einmal positiv beschrieben. Welch ein Sinneswandel der Journalisten. Danke dafür, daß ihr uns über Jahre hinweg beschimpft habt. Und auch danke dafür, daß ihr allen Herstellern und Händler in Deutschland und Europa die Hölle heiß gemacht habt, nur weil diese eben längst überrissen hatten, daß ein Markt dafür da ist. Persönlich finde ich es beschämend, daß man jetzt, wo man auch oben geschnallt hat, daß die Nachfrage für Elektrische Zigaretten und Liquids immer größer wird, auf einmal versucht, alle auf dem Markt befindlichen Hersteller/Händler zu stoppen und dafür lieber der Tabakindustrie, welche uns seit schon fast Jahrhunderten den Tod bringt, den Markt überlassen möchte. Wenn das nicht nach Schmiergeld riecht, was sonst.

  • Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein. Ich schäme mich für die Gottlose Politik in der EU. Angesagt ist hier nicht mehr die Gesundheit, sondern nur noch Geldkoffer. Alle Volksvertreter, welche bisher gegen die Dampfer waren und jetzt, wenn ein großer Tabakkonzern investiert, auf einmal von "Gesundheit" reden, alle diese Leute gehören an den Pranger gestellt. Schmiergeldgesichter, sonst nichts.
    Und die Presseleute sollten sich auch mal schämen. Immer nur negativ Schlagzeilen über das E-Dampfen. Aber wenn große kommen, dann wird es gut???????

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