British American Tobacco Lucky-Strike-Hersteller setzt auf Elektro-Zigaretten

Durch die Ausweitung des Rauchverbots geht der Absatz mit den Glimmstängeln weltweit zurück. Daher setzen nun viele Hersteller auf die Elektro-Zigarette – auch Lucky-Strike-Hersteller BAT schwenkt nun um.
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Eine Frau raucht eine Zigarette. Nach einer Studie des Helmholtz Zentrums München verursacht Rauchen deutlich höhere volkswirtschaftliche Kosten als bisher angenommen. Pro Raucher seien 2008 Mehrkosten von mehr als 700 Euro, pro Ex-Raucher von 1100 Euro entstanden, teilte das Zentrum mit. Damit ergebe die Querschnittsstudie fast doppelt so hohe Kosten für die medizinische Versorgung von Rauchern wie frühere Schätzungen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „BMC Health Services Research“ veröffentlicht. Quelle: dpa

Eine Frau raucht eine Zigarette. Nach einer Studie des Helmholtz Zentrums München verursacht Rauchen deutlich höhere volkswirtschaftliche Kosten als bisher angenommen. Pro Raucher seien 2008 Mehrkosten von mehr als 700 Euro, pro Ex-Raucher von 1100 Euro entstanden, teilte das Zentrum mit. Damit ergebe die Querschnittsstudie fast doppelt so hohe Kosten für die medizinische Versorgung von Rauchern wie frühere Schätzungen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „BMC Health Services Research“ veröffentlicht.

(Foto: dpa)

LondonDer weltweit zweitgrößte Zigarettenkonzern British American Tobacco setzt auf Elektro-Zigaretten. Das Geschäft mit den batteriebetriebenen Metallröhrchen, in denen eine Nikotin-Flüssigkeit verdampft wird, solle möglichst rasch ausgebaut werden, teilte der Hersteller von Marken wie Lucky Strike, Kent, Dunhill oder Pall Mall am Mittwoch mit. Erst am Montag hatte BAT seine erste E-Zigarette in Großbritannien auf den Markt gebracht. „Wir konzentrieren uns auf Großbritannien, aber der E-Zigaretten Markt entwickelt sich weltweit rasant, und wir wollen sicherstellen, dass wir mithalten, weil wir eine führende Position einnehmen wollen“, sagte BAT-Manager Kingsley Wheaton.

Weltweit geht die Zahl von Rauchern zurück. In vielen Ländern wurden in den vergangenen Jahren weitreichende Rauchverbote eingeführt. Daher gewinnen elektrische Zigaretten an Beliebtheit. Sie dürfen an manchen Orten noch geraucht werden, während herkömmliche Glimmstengel verboten sind. Häufig werden sie auch als Hilfe genutzt, um mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Der Marktforschungsgruppe Euromonitor zufolge war der Markt für E-Zigaretten im vergangenen Jahr zwei Milliarden Dollar schwer. Manche Analysten schätzen, dass die elektronische Zigarette in zehn Jahren dem herkömmlichen Tabak-Produkt den Rang abgelaufen hat. Auch andere große Tabakkonzerne wie der Davidoff- und Gauloises-Hersteller Imperial Tobacco oder Lorillard, Reynolds American sowie Altria wollen damit Kunden gewinnen.

Im ersten Halbjahr 2013 verkaufte BAT insgesamt 332 Milliarden Zigaretten, 3,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Dank Preissteigerungen stieg der Umsatz jedoch um vier Prozent auf 7,75 Milliarden Pfund (8,9 Milliarden Euro). Ebenfalls um vier Prozent legte das operative Ergebnis auf 2,94 Milliarden Pfund zu. Dieser Trend werde sich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, hieß es bei BAT.

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  • Habe vor 2 Jahren mit Rauchen aufgehört und dampfe seither Produkte die ich legal mit Nikotin per Post importieren kann. Ich bevorzuge Bestellungen aus den USA, wo ein florierender Markt mit Qualitätsregulationen besteht, über zweifelhafte Bestellungen aus Asien. Aufgerechnet kostet mich ein Päckchen so weit weniger als 1 EUR! Diverse Anbieter haben auch europäische Webseiten, z.B. dampfhai.ch

  • Jetzt wirds auf einmal positiv beschrieben. Welch ein Sinneswandel der Journalisten. Danke dafür, daß ihr uns über Jahre hinweg beschimpft habt. Und auch danke dafür, daß ihr allen Herstellern und Händler in Deutschland und Europa die Hölle heiß gemacht habt, nur weil diese eben längst überrissen hatten, daß ein Markt dafür da ist. Persönlich finde ich es beschämend, daß man jetzt, wo man auch oben geschnallt hat, daß die Nachfrage für Elektrische Zigaretten und Liquids immer größer wird, auf einmal versucht, alle auf dem Markt befindlichen Hersteller/Händler zu stoppen und dafür lieber der Tabakindustrie, welche uns seit schon fast Jahrhunderten den Tod bringt, den Markt überlassen möchte. Wenn das nicht nach Schmiergeld riecht, was sonst.

  • Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein. Ich schäme mich für die Gottlose Politik in der EU. Angesagt ist hier nicht mehr die Gesundheit, sondern nur noch Geldkoffer. Alle Volksvertreter, welche bisher gegen die Dampfer waren und jetzt, wenn ein großer Tabakkonzern investiert, auf einmal von "Gesundheit" reden, alle diese Leute gehören an den Pranger gestellt. Schmiergeldgesichter, sonst nichts.
    Und die Presseleute sollten sich auch mal schämen. Immer nur negativ Schlagzeilen über das E-Dampfen. Aber wenn große kommen, dann wird es gut???????

  • Was mich aber besonders nervt ist die Doppelmoral von der Presse. Ihr habt keinerlei gutes an der E-Zigarette gelassen, habt sogar unterstellt das Drogen damit konsumiert werden. Aber wenn Big Tobacco das macht ist das in Ordnung, dann muss es gut sein. Nur so nebenbei es gibt nicht einen Todesfall in der EU von der E-Zigarette in den letzten 5 Jahren. Aber über 700.000 die von Big Tobacco verursacht wurden. Vielleicht sollten die Reporter mal zu ihrem Ursprung zurück kehren und anfangen zu recherchieren. Anstatt irgendetwas vom hören sagen, abzudrucken.

  • (Manche Analysten schätzen, dass die elektronische Zigarette in zehn Jahren dem herkömmlichen Tabak-Produkt den Rang abgelaufen hat.)
    Das wird nicht passieren wenn es nach der EU geht. Als Arzneimittel wie es eingestuft werden soll, wird es genauso auf Halde liegen wie die anderen Rauchentwöhnungspräparate. Den die E-Zigarette ist den Regierungen ein Dorn im Auge da sie Tabaksteuerverluste in Millionenhöhe haben. Den Regierungen liegt mehr am Tod der Bevölkerung als an deren Gesundheit. Den nur damit kann man Geld machen.
    (Der E-Zigaretten Markt entwickelt sich weltweit rasant, und wir wollen sicherstellen, dass wir mithalten, weil wir eine führende Position einnehmen wollen)
    Nur so nebenbei der Markt entwickelt sich schon seit 5 Jahren. Mit diesen komischen Dingern wird das nichts.
    Die ersten Testberichte sind schon veröffentlicht.
    1,5 Std. funktioniert das ding, dann kann man es wegschmeissen. Damit steigt nur der Müllberg weiter.

  • Ab jetzt dürfen die großen Konzerne unsere Kinder anfixen? Die letzten Monaten hat uns die Presse doch weisgemacht, dass wir Dampfer asoziales Gesocks am Rande der Gesellschaft sind. Woher der Sinneswandel?? Ist da etwa Geld geflossen?? Gute Lobbyarbeit Herr und Frau Tabakindustrie. Jahrelang habt ihr Menschen wissentlich mit eurem Produkt umgebracht. Nun wird alles gut was schon längst gut ist, Respekt!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Sehr interessante Berichterstattung. Wo sind hier die Hinweise auf Frostschutzmittel, Raketentreibstoff, Viagra und THC. Ach so ich vergas wenn BigTobacco dahintersteckt muss es einwandfrei sein. Wurde ja jahrzehnte lang unter Beweis gestellt. Danke EU, WHO, DKFZ das ihr uns vor der Gefahr der unregulierten eDampfen bewart habt. Und ebenfalls grosser Dank gilt den "unabhängigen" Presseleuten für Eure Doppelmoral.

  • Womit die Indizien beweisen, dass der ENVI Ausschuss der EU Komission "mutmaßlichst" bestochen worden ist!
    Genau jene Technologie die vom Ausschuß als Heilmittel dem Arzneimittelrecht zugeordnet wurde darf von BAT vermarktet werden...... Da gehört einmal der Korruptionsausschuss angesetzt!

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