Bruno Sälzer
„Escada ist über den Berg“

Der Modekonzern Escada soll 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben, verspricht Vorstandschef Bruno Sälzer. Die Trendwende scheint bereits geschafft: Die Frühjahr/Sommer-Kollektion verkauft sich gut und die Kosten konnten gedrückt werden. Helfen soll dabei auch der stark wachsende russische Markt.
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MOSKAU. Glanz und Glamour sind bei Escada passé - nur in Moskau lässt sich die deutsche Modemarke inszenieren wie in guten alten Zeiten: Etwa im Moskauer Nobelhotel Ritz Carlton, wo sich kürzlich die Stars und Sternchen der russischen Hauptstadt zur Modenschau versammelten.

Moskau ist ein Sonderfall. Generell, erklärt Vorstandschef und Escada-Sanierer Bruno Sälzer, sei die Modemarke eine andere als vor der Insolvenz im August 2009: "Wir richten den Fokus nicht mehr nur auf Abendkleider für den roten Teppich, sondern entwerfen elegante Business- und Freizeitbekleidung für alle Gelegenheiten." Da in Russland aber klassische Luxusmode nachgefragt wird wie kaum woanders auf der Welt, positioniert Sälzer Escada wie eh und je auf Galas wie im Ritz Carlton.

So unterschiedlich die Markenstrategien in Russland und Deutschland auch sind - die Kollektionen sind es nicht. "Wir entwerfen nichts exklusiv für einen einzelnen Markt", sagt Sälzer. Natürlich verkaufe sich der eine oder andere Schnitt im Osten besser als im Westen. Letztlich aber lasse sich eine gute Kollektion überall absetzen. So gesehen hat Escada die Trendwende geschafft: Die Kollektion für Frühjahr und Sommer 2011 verkauft sich gut, zumindest nach Stückzahlen will der deutsche Modekonzern zum Jahresende das Vorkrisenniveau erreichen.

Kosten gesenkt, Risiken bleiben

Ein Jahr nachdem Megha Mittal, die Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, Escada aus der Insolvenz gekauft hat, peilt Sälzer wieder schwarze Zahlen an: "Dieses Jahr werden wir zwar keinen Gewinn vor Steuern präsentieren können, aber im Laufe des nächsten Jahres streben wir das an." Damit sei Escada "sicher über den Berg", verspricht er. Es wäre das erste Mal seit vielen Jahren, dass Escada keine Verluste schreibt.

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