Brutale Misshandlungen
Erneut Tierquälerei bei Wiesenhof-Zulieferer aufgedeckt

Es sind schockierende Aufnahmen einer Tierschutzorganisation: Sie zeigen, wie Mitarbeiter eines PHW-Zuliefererbetriebs brutal Enten quälen. Nicht das erste Mal, dass der Konzernname in solchen Zusammenhängen fällt.
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Die Bilder in dem Video anzuschauen, ist kaum zu ertragen: Mitarbeiter eines Brandenburger Zulieferbetriebs für die Wiesenhof-Mutter PHW gehen durch die Stallungen verängstigter Enten, sondern ein Tier ab und schlagen brutal mit einer Mistgabel auf es ein. Nach ein paar Sekunden spießen sie die Ente auf und schmeißen sie in einen fahrbaren Container, in dem bereits reglose Enten liegen. Die Szene wiederholt sich mehrmals.

Diese Aufnahmen und weitere Fotos stammen von Aktivisten der Tierrechtsorganisation Animal Equality und wurden der Nachrichtenseite Spiegel Online zugespielt. Das Unternehmen, aus dem das Video stammt, beliefert unter anderem die PHW-Tochter Fläminger Entenspezialitäten. Nach eigener Aussage des Unternehmens laufen 20 Prozent der vermarkteten Enten unter der Marke Wiesenhof.

Der Wiesenhof-Konzern PHW teilte in einem Statement mit, man distanziere sich in aller Form von dem Mastbetrieb und schätze die Vorkommnisse als „schwere Tierrechtsverstöße“ ein. Der Vertrag einer Tochtergesellschaft mit dem selbstständigen Landwirt sei fristlos gekündigt worden, man habe Strafanzeige gestellt.

Auch der Mastbetrieb selbst habe mitgeteilt, dass man die Misshandlungen durch die Mitarbeiter verabscheue und verurteile, heißt es bei Spiegel Online. Man werde Schulung und Kontrolle intensivieren. Gegen die Mitarbeiter würden Konsequenzen gezogen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Zulieferer von Wiesenhof und dessen Tochterunternehmen durch Misshandlungen seiner Tiere auffällt. Die Tierschutzorganisation Peta deckte bereits im Jahr 2012, 2011 und 2010 ähnliche Fälle auf.

Bei der Recherche in einem Entenmastbetrieb in Melle bei Osnabrück fanden die Peta-Mitarbeiter laut eigenen Angaben immer wieder tote Enten zwischen den lebenden vor. „Sehr viele Tiere lagen auf dem Rücken und konnten aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Das weist auf die Überzüchtung der Tiere hin und die daraus resultierende Störung der Skelettreifung“, heißt es auf der Homepage der Tierschützer.

Korrektur: In einer vorigen Version des Artikels wurde der betroffene Zulieferer in der Überschrift als „Wiesenhof-Betrieb“ bezeichnet. So könnte der Eindruck entstanden sein, dass der Betrieb zum Unternehmen Wiesenhof gehört. Das ist nicht korrekt. Bei dem aufgefallenen Betrieb handelt es sich um einen selbstständigen Landwirt, der einen Abnahmevertrag mit der Firma Fläminger Entenspezialitäten hat, der seine Enten zum Teil unter dem Label Wiesenhof vermarktet.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Brutale Misshandlungen: Erneut Tierquälerei bei Wiesenhof-Zulieferer aufgedeckt"

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  • Das Töten von Nutztieren ohne Betäubung ist doch bei uns seit Jahren im großen Stil absolut üblich. Aber nicht bei Christen!

  • Welche Politiker und Jusristen decken diese Firma??

  • Man könnte so etwas und noch schlimmere Zustände sofort abstellen.
    Z.B. Ferkel-Zucht - siehe allein TV-Berichte der letzten 2 Wochen.

    Ist aber von der korrupten Politik nicht gewollt.

    Weder bei Tierhaltung, noch bei Arbeits-Sklaven - hier oder auf der ganzen Welt,....

    1000 ....20000 tote Frauen - egal.

    Man - Frau Politiker - Parteien bekommen Spenden, Sponsoring, ... Pöstchen, Berater-Verträge, wickeln Banken-Verkauf ab. IKB u.a.
    Politiker-Kanzleien verdienen sich .....

    Online-Überwachung durch Behörden. Jederzeit kontrollierbar. Tag und Nacht.

    Über Internet kann man praktisch alles machen.

    Ganze Unternehmen beobachten, jeden Prozeß in der Industrie, Anzahl der gefertigten
    Teile,.... - von BRD in der ganzen Welt möglich.
    Online - mit wenigen Sekunden Verzögerung - abhängig von Geschwindigkeit des Internets.

    Straßenverkehr in Tokio über Internet sehen - Kameras und Internet machen es möglich.

    Es muß nur gewollt werden.

    Siehe Gesetze zur Verstümmelung von Säuglingen vom 12.12.2012
    oder das Gesetz gegen die Gewerkschaften.

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