BSH erlebt China-Boom Chinesen stürzen sich auf Bosch-Hausgeräte

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Eigene Einheit für digitale Geschäftsmodelle
Über Apps können die Nutzer zum Beispiel den Ofen vorheizen und werden informiert, wenn die Waschmaschine fertig ist. Quelle:  BSH
Vernetzte Küche von BSH

Über Apps können die Nutzer zum Beispiel den Ofen vorheizen und werden informiert, wenn die Waschmaschine fertig ist.

(Foto:  BSH)

So langsam zeigen auch die Kunden Interesse für die technischen Entwicklungen. Laut Daten von Statista interessieren sich 60 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 39 Jahren für Heimvernetzung. Gut ein Drittel der Bevölkerung kann sich einer gfu-Studie zufolge vorstellen, die Waschmaschine per App zu bedienen.

Deshalb hat die Bosch-Tochter im vergangenen Jahr das Berliner Start-up Kitchen Stories gekauft. Die Rezepte-App hilft mit Bildern und Videos beim Kochen und soll nun in Home Connect eingebunden werden.

Eine Vision: Der Kühlschrank meldet, dass eine Aubergine bald verwertet werden sollte. Die App schlägt das passende Rezept vor. Der intelligente Kühlschrank könnte so über Umwege doch noch Wirklichkeit werden. „Die Art, wie Menschen leben, kochen und ihre Hausarbeit erledigen, verändert sich“, sagte Ottenberg.

Einen zweistelligen Millionenbetrag dürfte sich BSH nach Schätzung in Branchenkreisen den Zukauf kosten lassen haben. Es dürfte nicht die letzte Investition in diesem Bereich bleiben. Ottenberg hat eine eigene Geschäftseinheit geschaffen, die digitale Geschäftsmodelle entwickelt.

So will BSH einen digitalen Küchenassistenten namens „Mykie“ nach einer Testphase auf den Markt bringen. Frühestens 2019 könnte das Gerät, das Gesten und Sprache versteht, in die Läden kommen.

Mykie könnte man laut Ottenberg beispielsweise sagen, dass man gerne eine Quiche machen würde, aber ohne Speck, lieber mit Lamm. Der Helfer würde dann das angepasste Rezept zusammenstellen – künftig auch unter Berücksichtigung der Speisekammer-Bestände – und zum Beispiel den Ofen auf die richtige Temperatur einstellen.

Doch Digitalisierung ist in vielen Regionen der Welt nicht alles. Und so präsentierte BSH am Dienstag auch eine neu entwickelte „FreshBox“ für Schwellenländer. Die Kiste für frische Nahrungsmittel nutzt Verdunstungskälte und kommt ohne Strom aus. 50.000 Boxen will BSH zunächst in Afrika auf den Markt bringen. Ottenberg nannte es ein Projekt, das „mehr Sinn als Umsatz“ bringe.

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