BTI-Holding zeigt Interesse
Tui prüft Angebot für Tochter TQ3

Der Reise- und Logistikkonzern Tui trennt sich möglicherweise ganz oder teilweise von seiner weltweit tätigen Geschäftsreisetochter TQ3 Travel Solutions.

mjh DÜSSELDORF. Interessent ist nach Brancheninformationen die weltweit operierende Geschäftsreisekette Business Travel International (BTI), die in Deutschland mit den Büros von BTI Eurolloyd vertreten ist. Sprecher der Unternehmen wollten die Gerüchte nicht kommentieren.

Wie das Touristikfachblatt „fvw international“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, ist die niederländische BCD Holding denkbarer Käufer von TQ3. Hinter der Gesellschaft, der 50 Prozent der BTI-Holding gehören, steht John A. Fentener von Vlissingen, laut Forbes einer der reichsten Männern der Welt. Er ist Präsident von BTI. Laut fvw ist die Vlissingen-Gruppe bereits indirekt mit TQ3 verbunden. Sie sei mit 11,6 Prozent größter Aktionär der amerikanischen Business-Travel-Gruppe Navigant, an der die Tui-Tochter als weiterer Großaktionär elf Prozent hält. In einem Joint Venture treten beide Unternehmen seit 2004 unter der Marke „TQ3 Navigant“ im US-Markt an.

Als weltweiter Vertriebsverbund ist BTI mit 3 000 Reisebüros in rund 100 Ländern vertreten. In Mitteleuropa war der Schweizer Reisekonzern Kuoni bis vor zwei Jahren BTI-Partner und auch Eigentümer der deutschen BTI Eurolloyd-Reisebürokette, die nach eigenen Angaben 120 auf Geschäfts- und Sportreisen spezialisierte Niederlassungen betreibt. Kuoni verkaufte seine Geschäftsreisesparte 2003 an die britische Hogg Robinson. Diese ist heute Eigentümerin von 16 BTI-Ländergesellschaften und neben der Vlissingen-Gruppe mit 50 Prozent an der BTI-Holding beteiligt.

In Europa ist TQ3 Travel Solutions nach eigenen Angaben Marktführer. Weltweit sieht sich die Tui-Tochter als Nummer drei mit einem Umsatz an Reisebuchungen von 11 Mrd. US-Dollar.

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