Buchhandelsbranche
Hugendubel legt Verschnaufpause ein

Deutschlands zweitgrößter Buchhändler schaltet einen Gang zurück. Statt neue Filialen zu eröffnen, werde sich die Buchhandlung Hugendubel dieses Jahr intern neu organisieren, sagten die Eigentümer, die Geschwister Nina und Maximilian Hugendubel, dem Handelsblatt.

MÜNCHEN. So werde unter anderem ein neues IT-System für die Buchbestellungen der einzelnen Läden aufgebaut. „Das ist ein riesiges Projekt“, unterstrich Maximilian Hugendubel. Die Buchbestellungen in den 33 Ablegern des Münchener Familienunternehmens würden damit deutlich stärker automatisiert als bisher. Dies werde die Arbeit der Beschäftigten sehr verändern, weil bislang viel per Hand erledigt worden sei. Darüber hinaus werde Hugendubel die IT-Systeme der eigenen Filialen mit denen der rund 300 Weltbild-Plus-Geschäfte verbinden, um Synergien zu erzielen. Diese Läden betreibt die Firma gemeinsam mit der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild. Das Konzept von Weltbild Plus unterscheidet sich von den herkömmlichen Hugendubel-Buchhandlungen, da nur ein kleines Sortiment ausgewählter Titel angeboten wird.

Damit noch nicht genug des Umbaus: Eine neue Hierarchiestufe unterhalb der Geschäftsführung soll die Verbindung zu den einzelnen Filialen verbessern, sagt Nina Hugendubel. Zudem gelte es, die Buchhandlung Schmorl zu integrieren. An der Hannoveraner Firma hält Hugendubel seit 2005 die Mehrheit.

Hinter Thalia ist Hugendubel die Nummer zwei auf dem deutschen Buchmarkt. Allerdings expandiert die Tochter des Douglas-Konzerns deutlich schneller als Hugendubel. Im vergangenen Geschäftsjahr wuchsen die Umsätze von Thalia um fast ein Fünftel auf 461 Mill. Euro. Thalia zählt inzwischen 145 Buchhandlungen.

Hugendubel konnte seine Erlöse organisch um drei Prozent steigern. Angesichts des stagnierenden Buchmarkts sei dies „sensationell“, meint Maximilian Hugendubel. Dass der gesamte Umsatz im vergangenen Jahr von 226,5 auf 250 Mill. Euro stieg, lag hauptsächlich an der Übernahme von Schmorl. Zum Gewinn macht Hugendubel keine Angaben. Er sei „stabil“, heißt es. Die Firma gehört fünf Gesellschaftern, zwei davon, Nina und Maximilian, sind in der Geschäftsführung.

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