Buchungseingänge schon jetzt weit über Gesamtergebnis des Vorjahres
Neckermanns neue Billigmarke übertrifft Erwartungen

Nach schwierigen Zeiten läuft es für den zweitgrößten Reisekonzern Europas jetzt besser: Die neue Billigmarke von Thomas Cook, "Neckermann Preisknüller", übertrifft deutlich die Vorgängermarke "Air Marin".

HB FRANKFURT. Im Vergleich zu "Air Marin" lägen die Buchungseingänge von "Neckermann Preisknüller" Mitte August bereits um 25 Prozent über dem Gesamtergebnis des allerdings schwachen vergangenen Geschäftsjahres, teilte die Niedrigpreis-Marke am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Zuwachs liege damit weit über dem selbst gesteckten Ziel von plus sieben Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. Oktober ist der Konzern zuversichtlich, die Marke von 250 000 Flugreisenden zu übertreffen. Urlauber, die allerdings auf noch billigere Schnäppchen hoffen, werden kein Glück haben: Nach der Preissenkungsrunde 2004 sieht der Günstiganbieter für den kommenden Sommer kaum noch Spielraum für weitere Abschläge.

Thomas Cook, die je zur Hälfte der Deutschen Lufthansa und KarstadtQuelle gehört, hatte "Air Marin" im August 2003 eingestellt und bietet seither Billigreisen unter dem Dach von Neckermann an.

Der Umsatz von "Neckermann Preisknüller" lag nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr bis Mitte August um 19 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch während der laufenden Sommersaison verzeichne die neue Billigmarke hohe Buchungseingänge. Im Juli habe die Fluggastauslastung über 95 Prozent gelegen, und diese Marke werde wohl auch im August überschritten, sagte der Leiter des Profit-Centers Neckermann Flugreisen, Detlef Altmann.

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Zu den Top-Destinationen beim Gästeplus gehören Altmann zufolge Mallorca mit einem Plus von 39 Prozent, Ägypten mit 38 Prozent sowie die Türkei mit 33 Prozent. „Der Markenrelaunch von air marin zu Neckermann Preisknüller hat funktioniert“, resümierte er. Wettbewerber kopierten das Markenkonzept bereits.

70 Prozent der Flüge im Winter entfielen auf den Haus-Flieger Condor. Seit dem Einstieg in das Billigfluggeschäft im Mai hatte die zuletzt verlustreiche Fluggesellschaft bei den Buchungen im Einzelplatzgeschäft kräftig zugelegt.

Condor hatte im vergangenen Jahr mit einem Verlust von rund 100 Millionen Euro Thomas Cook an den Rand des Ruins gebracht. Zu den laufenden Tarifverhandlungen bei Condor wollte sich Altmann nicht äußern. Bei den Verhandlungen mit den Gewerkschaften erzielte Cook bislang Zugeständnisse für das Boden- und Kabinenpersonal. Eine Einigung mit den Piloten steht noch aus.

Ölpreisrisiken für die Wintersaison sind laut Altmann bereits „in der Kalkulation abgefedert“. Es würden auch keine Treibstoff-Zuschläge erhoben. Die Spielräume für weitere Preissenkungen im Sommer seien aber nur noch gering. Die deutschen Reisekonzerne hatten bereits für die laufende Sommersaison die Preise gesenkt. Damit wollten sie verhindern, dass ein großer Teil der Urlauber wie in den beiden Jahren zuvor abwartet und auf noch günstigere Last-Minute-Angebote spekuliert.

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