Bulettenbrater McDonald’s versucht, in den USA mit kleineren Portionen mehr Geld zu verdienen
McDonald’s setzt auf „Less for more“

Im Streit um die Verantwortung für die grassierende Fettleibigkeit in den USA hat McDonald’s die Notbremse gezogen. Bis zum Jahresende soll es in den mehr als 13 000 US-Restaurants keine „Super-Size“-Pommes Frites oder Softdrinks in eimergroßen Behältern mehr geben, teilte das Unternehmen in Oak Brook im Bundesstaat Illinois mit. „Unser Schritt steht in Übereinstimmung mit unserem Einsatz für einen gesunden Lebensstil“, sagte denn auch Walt Riker, Sprecher der Fast-Food-Kette.

NEW YORK. McDonald’s versucht schon seit längerem, mit Salaten und fettreduzierten Produkten eine neue Klientel zu gewinnen. Gestern kündigte der Konzern an, in Europa ein neues Salatmenü sowie Hühnchensandwiches auf den Markt zu bringen. Zudem will er 725 Mill. $ in die Renovierung seiner Restaurants stecken.

Das abgespeckte Essen-Angebot schadet dem Bulettenbrater keineswegs: Nach einem schwachen Ergebnis im vorigen Jahr hat der Umsatz im Februar dieses Jahres bereits 20 % zugelegt. Mit dem Angebot reagiert der weltgrößte Schnellimbiss nicht allein auf die schwächelnde Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres und die wachsende Kritik an den Essgewohnheiten der US-Bürger. Die „weniger-ist- mehr“-Strategie ist zugleich eine Reaktion auf die zunehmende Zahl juristischer Angriffe.

US-Teenager hatten McDonald’s für ihr Übergewicht verantwortlich gemacht und den Konzern wegen seiner Riesenportionen verklagt. Auch Filmemacher Morgan Spurlock attackiert die Fast- Food-Kette in seiner Satire „Super Size me“, die im Laufe des Jahres in den US-Kinos anläuft. Für seinen ausgezeichneten Dokumentarfilm ernährte sich der Regisseur einen Monat lang nur von McDonald’s-Menüs und nahm davon gut 12 Kilo zu.

„McDonald’s will mit seinen kleineren Portionen sowohl rechtlich vorsorgen als auch sein Image verbessern“, sagt Standard & Poor’s- Analyst Dennis Milton. Außerdem werde das Geschäftsergebnis davon profitieren, dass die Menüs kleiner und einfacher werden. „Downsizing ist gut für die Umsatzentwicklung“, ist auch Crowell-Analyst Doug Christopher überzeugt.

Seite 1:

McDonald’s setzt auf „Less for more“

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%