BUND scheitert mit Klage
Gericht macht Weg für A380-Werft frei

Die Lufthansa darf die Wartungshalle für den Großraum-Flieger Airbus A380 am Flughafen Frankfurt bauen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Donnerstag im Eilverfahren einen Baustopp abgelehnt. Geklagt hatte der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND).

HB LEIPZIG/FRNKFURT. Die Lufthansa will die 50 000 Quadratmeter große Halle für rund 150 Millionen Euro errichten. Der Bau soll pünktlich zur erwarteten ersten Auslieferung des Großraumflugzeugs an die Lufthansa im Herbst 2007 fertig sein. Lufthansa hat 15 der Maschinen mit jeweils rund 550 Sitzplätzen bestellt. Wäre es zu Verzögerungen oder gar einem Bauverbot der Halle gekommen, hätte die Lufthansa wohl auf den Münchener Flughafen ausweichen müssen. Das wäre ein herber Schlag für Frankfurt gewesen.

Der Flughafenbetreiber Fraport will nun bereits am Montag mit der Rodung von rund 23 Hektar Wald nahe des Flughafens beginnen. Das Grundstück gehört der Fraport und wird an die Lufthansa verpachtet. Rund 150 Millionen Euro sollen in die Halle investiert werden, in der vier der Großraumflugzeuge gleichzeitig stehen könnten. Umweltschützer hatten in den vergangenen Tagen bereits Proteste angekündigt. Die Gegner hatten anstelle des unter Naturschutz stehenden Waldes einen anderen Standort auf dem Flughafengelände vorgeschlagen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte Ende Juni den Weg für das Projekt freigemacht und die Klage des BUND abgewiesen. Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht war nicht zugelassen worden. Dagegen wehren sich die Umweltschützer mit einer so genannten Nichtzulassungsklage. Nach der Eilentscheidung gegen einen Baustopp ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Leipziger Richter mit dem Streit selbst befassen werden.

Frankfurts Flughafen-Chef Wilhelm Bender wirbt mit einer gigantischen Zahl für den Ausbau des größten deutschen Luftverkehrskreuzes. 100 000 neue Arbeitsplätze, so hätten Gutachter errechnet, würden mit dem Ausbau des Frankfurter Flughafens entstehen - davon etwa ein Drittel direkt am Flughafen. Rund 3,4 Milliarden Euro will die Betreiberin Fraport AG in die Erweiterung investieren. In die Zahl ist die neue, von der Lufthansa zu bauende Wartungshalle nicht mal mit eingerechnet. Hier schlagen vor allem eine neue Landebahn und ein drittes Terminal zu Buche.

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