Bundesverwaltungsgericht
Flughafen München darf dritte Startbahn bauen

Die Betreiber des Münchner Flughafen triumphieren vor dem Bundesverwaltungsgericht: Die umstrittene dritte Startbahn des Airports darf gebaut werden. Ob sie das allerdings tatsächlich wird, ist weiter völlig offen.
  • 0

MünchenDas Bundesverwaltungsgericht hat den Weg für die umstrittene dritte Startbahn am Flughafen München geebnet. Die Richter wiesen die letzten anhängigen Beschwerden gegen die Urteile vorangegangener Instanzen ab, wie die Justiz am Mittwoch mitteilte. Die Urteile seien rechtskräftig. „Die Flughafen München GmbH hat Baurecht.“

Die Führung des Airports begrüßte den Beschluss. „Mit den heutigen Entscheidungen haben wir nun die Bestandskraft unserer Ausbaugenehmigung und damit Rechtssicherheit für dieses so wichtige Ausbauvorhaben erreicht“, erklärte Flughafenchef Michael Kerkloh.

Auch die Lufthansa als Großkunde zeigte sich erleichtert. „Wir sind zuversichtlich, dass die Politik nun einen geeigneten Weg zur Realisierung der dritten Bahn findet“, sagte Manager Thomas Klühr.

Allerdings ist weiter offen, ob die Piste tatsächlich eines Tages gebaut wird. Bund, Freistaat Bayern und die Stadt München streiten als Gesellschafter seit langem - auch angesichts schwankender Passagierzahlen - über die Pläne. Die Münchner Wähler hatten in einem Bürgerentscheid vor drei Jahren mehrheitlich gegen die neue Bahn gestimmt.

Während sich die Stadtoberen weiter an das Votum gebunden fühlen, verweist die CSU-Landesregierung auf die nur einjährige Rechtsverbindlichkeit der Abstimmung und hält sich einen Ausbau des Franz-Josef-Strauss-Flughafens weiter offen. In der fluglärmgeplagten Region nördlich von München läuft die Bevölkerung seit Jahren Sturm gegen das Projekt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesverwaltungsgericht: Flughafen München darf dritte Startbahn bauen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%