Bundesweites Logistikzentrum
Post investiert in Deutschland

Die Deutsche Post ist in Deutschland auf Investitionskurs. Neben der Großinvestition in den Ausbau des Flughafens Leipzig zu einem Luftdrehkreuz für 300 Mill. Euro plant die Tochter DHL auch den Bau eines bundesweiten Logistikzentrums mit 800 bis 1 000 neuen Arbeitsplätzen in Unna.

DÜSSELDORF. Post-Chef Klaus Zumwinkel bestätigte dem Handelsblatt die Pläne zum Bau des Logistikzentrums in Unna. Die Verträge seien aber noch nicht unterschrieben, sagte er. Die Investitionen dürften sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen. Das neue Verteilzentrum soll auf einer Fläche von 240 000 Quadratmetern entstehen. Dies entspricht der Fläche von 24 großen Sportplätzen. Das östliche Ruhrgebiet gilt als Logistikdrehscheibe in Deutschland. Allein im Kreis Unna gibt es große Warenverteilzentren von Ikea, Metro und Rhenus. DHL betreibt dort bereits das Warenverteilzentrum für den Handelskonzern Karstadt.

Die DHL-Ansiedlung der Post in Unna stellt außerdem einen Konkurrenten kalt. Eigentlich wollte dort Red Parcel Post mit einem von bundesweit vier geplanten Verteilzentren an den Start gehen.

Erst Anfang Juni hatte DHL in Greven bei Münster ein Logistikzentrum für den Shopping-Sender HSE24 in Betrieb genommen. Mit Investitionen von 35 Mill. Euro wurden dort 250 Arbeitsplätze geschaffen. Bis zu 40 000 Pakete können von dem Logistik-Center täglich für den Kunden HSE24 verschickt werden. Im Vorjahr steckte DHL bereits 100 Mill. Euro in ein neues Paketzentrum in Bremen. Damit wurden 400 Arbeitsplätze geschaffen. Größter Logistik-Kunde in Bremen ist der Kaffeeröster und Versandhändler Tchibo. In die Erweiterung des Standortes Staufenberg bei Kassel flossen außerdem weitere 44 Mill. Euro. Dort wurden 300 Arbeitsplätze geschaffen. DHL baut damit sein Netzwerk in Deutschland aus.

Im Logistikgeschäft, vom Stückguttransport über die Lagerhaltung bis zur Kontraktlogistik, wächst die Post nach der Übernahme des britischen Logistikers Exel stark. Der Umsatz der Sparte stieg vor allem akquisitionsbedingt in den ersten neun Monaten um fast zehn Mrd. Euro auf 16 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) verdoppelte sich auf 513 Mill. Euro. Dies sei sowohl auf organisches Wachstum als auch auf die Übernahme von Exel zurückzuführen, heißt es im Zwischenbericht. Die Umsatzrendite beträgt 3,2 Prozent.

Die Integration von Exel komme gut voran, sagte Post-Finanzvorstand Edgar Ernst. Die Sparte habe im dritten Quartal wichtige Kunden gewonnen. Der Vertrag mit der britischen Gesundheitsbehörde sei einer der bedeutendsten des Jahres. DHL betreut seit Oktober im Auftrag des National Health Service (NHS) 600 Krankenhäuser in Großbritannien in der Logistik und hilft bei der Produktbeschaffung.

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