BVG-Sneaker Berlin fährt auf Adidas ab

Ein Turnschuh im Design der Sitzbezüge: Adidas kooperiert für ein neues Modell mit den Berliner Verkehrsbetrieben. In den Sneaker eingearbeitet ist ein Jahresticket für Bus und Bahn.
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BVG-Sneaker: Adidas kooperiert mit Berliner Verkehrsbetrieben BVG Quelle: PR
BVG-Sneaker

Der Turnschuh ist ein begehrtes Sammlerobjekt geworden.

(Foto: PR)

MünchenJeden Tag ein neuer Turnschuh: Die großen Sportkonzerne Adidas, Nike und Puma bringen Hunderte unterschiedliche Modelle jedes Jahr in die Läden. Der neueste Sneaker von Adidas sticht aus dem riesigen Angebot allerdings heraus.

Denn die Entwickler aus dem fränkischen Herzogenaurach haben sich mit den Berliner Verkehrsbetrieben, kurz BVG, zusammengetan. Für den Schuh mit dem sperrigen Namen EQT-Support 93/Berlin dient das Muster der BVG-Sitzbezüge als Designvorlage.

Das Modell gibt’s vom kommenden Dienstag an für 180 Euro in zwei Läden in Berlin. Das ist geradezu ein Schnäppchenpreis, denn in die Zunge eingearbeitet ist eine BVG-Jahreskarte. Ob die Schuhe jedoch tatsächlich jemand in der U-Bahn anzieht, ist ungewiss.

Denn der Dax-Konzern aus der fränkischen Provinz hat nur 500 Stück produziert, und so werden die Sneaker wahrscheinlich ein Sammlerobjekt. Wer ein Paar ergattert, der wird es pflegen und auf eine ansehnliche Wertsteigerung hoffen.

Die Verkaufserlöse sind sowohl für BVG als auch für Adidas vernachlässigbar. Den Partnern geht es vielmehr um die öffentliche Aufmerksamkeit. „Wir sind uns ganz sicher, dass dieser Schuh für Berlin ein ganz besonderes Highlight ist“, meint die  BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta. „Toll, dass die BVG, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, nun selbst zum Kultobjekt wird.“

Auf Twitter haben die Nutzer an diesem Mittwoch bereits munter über die neuen Schuhe diskutiert – zumeist mit einem Augenzwinkern. Damit ist die Strategie von Adidas wieder einmal aufgegangen. Seit Jahren ködern Adidas und dessen Wettbewerber die Kundschaft mit streng limitierten Modellen, die vor allem das Image aufpolieren sollen. Mitunter übernachten die Fans sogar vor den Läden, um eines der begehrten Paare zu ergattern. Das sorgt für viel Gesprächsstoff im Netz.

Die größten Sportartikelhersteller der Welt
Platz 9: Billabong
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Die australische Sportmodefirma ist vor allem als Surf-Marke bekannt, stellt aber auch Produkte unter anderem für Skater und Snowboarder her. Die börsennotierte Firma machte 2015 einen Jahresumsatz von 0,7 Milliarden Euro. (Geschäftsjahr endete am 30.6.2015)
Quelle: Unternehmensangaben

Platz 8: Columbia Sportswear
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Die Columbia Sportswear Company wurde 1938 in als Columbia Hat Company von dem aus Deutschland geflohenen Textilfabrikant Paul Lamfrom gegründet. Mittlerweile sind die US-Amerikaner vor allem für Outdoorkleidung und Skimode bekannt. 2015 verzeichnete Columbia Sportswear einen Rekordumsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Platz 7: Asics
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„Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ – das ist die Übersetzung des berühmten lateinischen Spruchs: „Anima Sana in Corpore Sano“, abgekürzt Asics. Trotz Wahlspruch in Latein: Der weltweit bekannte Sportschuh- und Bekleidungshersteller ist ein japanischer Konzern. 2015 machte er einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.

Platz 6: Puma
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1948 gründete Rudolf Dassler die Puma Rudolf Dassler Schuhfabrik in Herzogenaurach. Zuvor hatte er sich mit seinem Bruder Adolf zerstritten, der seine eigene Firma gründete: Adidas. Seit 2007 befindet sich Puma mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Kering – 2015 verbuchte der Sportartikelhersteller einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 5: New Balance
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In den 70er-Jahren kaufte der immer noch als CEO aktive Milliardär James Davis den Laufschuhexperten New Balance. Er baute das hauptsächlich durch Mundpropaganda und Fachmessen bekannte Unternehmen zu einem Sportartikelhersteller von Weltrang aus. 2015 machte der im US-amerikanischen Boston ansässige Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 4: Under Armour
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Der US-amerikanische Sportartikelhersteller machte sich als Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche einen Namen. Auch im deutschen Fußball ist Under Armour aktiv: Von der Saison 2008/09 bis 2011 war der Konzern offizieller Ausrüster von Hannover 96, seit 2016/17 ist er Ausrüster des Zweitligisten FC St. Pauli. 2015 machte das Unternehmen, das bisweilen für seine Nähe zum US-Verteidigungsministerium und seine Kooperation mit Jägern in der Kritik steht, einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.

Platz 3: VF Corporation
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Die US-Amerikaner sind einer der größten Bekleidungshersteller der Welt und Marktführer unter anderem bei Jeanshosen. Unter dem Dach des Konzerns vereinen sich Marken wie beispielsweise Eastpak und der Outdoor-Spezialist The North Face. Das Unternehmen machte 2015 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro.

Vor allem Adidas hat den Trend mit seinem Lifestyle-Label „Originals“ angeheizt. Unter dieser Sub-Marke verkauft der Dax-Konzern auch den jetzt vorgestellten Schuh in Berlin. Über Jahre hinweg hatte Weltmarktführer Nike das Geschäft mit sportlicher Mode beherrscht. Doch zuletzt eroberte Adidas mit den Retro-Schuhen „Stan Smith“ und „Superstar“ die Herzen der Konsumenten weltweit. Kooperationen mit Stars wie dem Rapper Kanye West haben Adidas zusätzlichen Schub in der Modewelt gegeben.

Analysten glauben, dass modische Sportschuhe Adidas, Nike und Puma weiteres Wachstum bescheren werden. Allerdings seien neue Designs gefragt, um den Aufschwung kraftvoll fortzusetzen, meint Matt Powell vom Marktforscher NPD. Womöglich ist die Kooperation zwischen BVG und Adidas ja der Auftakt für ganz neue, ungewöhnliche Partnerschaften.

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  • Da muß man sich so einen stinkenden Schuh in die Tasche stecken um Tram zu fahren, was für ein Niedergang.

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