C02-Effizienz: Logistiker machen Tempo beim Klimaschutz

C02-Effizienz
Logistiker machen Tempo beim Klimaschutz

Immer mehr Transport-Unternehmen erhöhen ihre Anstrengungen für mehr CO2-Effizienz. Vorreiter ist die Deutsche Post DHL als Marktführer. Der Bonner Konzern will bis 2020 30 Prozent seiner Emissionen einsparen. Heute verursacht das Unternehmen 30 Millionen Tonnen des Gases pro Jahr - die Logistik gilt als einer der größten Umweltverschmutzer.

BONN. Die Deutsche Post DHL ist auf dem Öko-Trip und übernimmt als Marktführer eine Vorreiterrolle. Als erstes Unternehmen der Logistikbranche hat sich die Post mit dem Klimaschutzprogramm "GoGreen" ein konkretes CO2-Ziel gesetzt. Der Bonner Konzern will die CO2-Effizienz bis 2020 um 30 Prozent verbessern. Das heißt, pro verschicktem Brief, pro transportierter Tonne oder pro Quadratmeter genutzter Fläche sollen die Emissionen um fast ein Drittel reduziert werden. Ein ambitioniertes Ziel: Heute verursacht die Post 30 Mio. Tonnen CO2 im Jahr und damit ein Promille der weltweit menschlich erzeugten Emissionen des Klimagases - ein gigantischer Wert. Die Europäische Union hat sich vorgenommen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken.

Bislang wirken die Erfolge von GoGreen noch bescheiden. Im Jahr 2007 konnte die Post mit der neuen Öko-Strategie knapp 3 800 Tonnen CO2 ausgleichen, 2008 waren es immerhin 16 200 Tonnen. Die Zuwachsraten stimmen die Post optimistisch, dass die Kunden an den Öko-Produkten interessiert sind und erste Maßnahmen im Unternehmen greifen.

Andere Logistikkonzerne haben bereits vergleichbare Umweltprogramme zur CO2-Minderung aufgelegt. Sie vermeiden es aber, konkrete Ziele zu setzen. Der niederländische Postkonzern TNT etwa hat die Initiative "planet me" gestartet, um durch zahlreiche Maßnahmen von der Vermeidung von Geschäftsreisen über Aktionen wie "Licht ausschalten" bis hin zum Einsatz von Erdgasfahrzeugen den CO2-Ausstoß zu verringern.

Generell gilt das Logistikgewerbe gilt als einer der größten Umweltverschmutzer: Rund 18 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen haben ihre Ursache im Transport von Gütern und Waren. 72 Prozent davon entfallen allein auf den Straßenverkehr.

Deutsche-Post-Chef Frank Appel hat GoGreen trotz Krise und rückläufiger Transportmengen zur Chefsache erklärt: "Nur weil es gerade eine Wirtschaftskrise gibt, dürfen wir nicht auf notwendige Anstrengungen zum Klimaschutz oder auf unsere gesellschaftspolitische Verantwortung verzichten", sagt er. GoGreen ist Bestandteil der kürzlich vorgestellten "Strategie 2015", mit der die Post Qualität und Effizienz verbessern, aber auch die Kosten senken will.

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