C919
China meldet Fortschritt bei Passagierjet-Entwicklung

Chinas Wunsch, ein eigenes, größeres Passagierflugzeug auf den Markt zu bringen, ist der Verwirklichung näher gerückt. Ein wichtiger Test auf dem Weg zum Jungfernflug der C919 ist nun geglückt.
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Zwischen 158 und 174 Sitze soll der Jet C919 mit zwei Triebwerken haben, dessen Entwicklung der chinesischen Konzern Comac vorantreibt. Die Maschine soll als Konkurrenzprodukt zu Airbus- und Boeing-Flugzeugen vermarktet werden. Am Wochenende zeigt das Staatsfernsehen jetzt Aufnahmen, die den Fortschritt der Entwicklung dokumentieren. Eine Testfahrt mit hoher Geschwindigkeit auf dem Flughafen von Schanghai sei abgeschlossen worden und die Maschine damit ihrem Jungfernflug einen Schritt nähergekommen.

Ende 2015 beim ersten „Roll-out“ einer Maschine war noch davon die Rede gewesen, dass der Erstflug im Jahr 2016 stattfinden sollte. Ursprünglich war sogar 2014 avisiert worden. Tatsächlich war die erste C919 erst Ende vergangenen Jahres dem Flugtestzentrum des Konzerns übergeben worden. Ein neuer offizieller Termin für den Erstflug ist bislang nicht genannt worden.

Philippe Petitcolin, Chef des Triebwerkherstellers Safran, hatte im März gesagt, dass der Jungfernflug noch im April stattfinden werde. Allerdings könnten mögliche Probleme bei den jetzt gezeigten Versuchen beim Beschleunigen und Bremsen den Zeitplan beeinflussen.

Auch bei Entwicklungen von Passagierjets durch Airbus und Boeing sind jahrelange Verzögerungen durchaus üblich. Die Entwicklung der chinesischen Maschine hatte im Jahr 2008 begonnen. Früheren Unternehmensangaben zufolge liegen bereits 570 Bestellungen von 23 Fluggesellschaften für die C919 vor. 

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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