Carlsberg Spezialbiere sollen den Gewinn steigern

Teure Spezialbiere und weniger Brauereien: Dieses Erfolgskonzept soll den dänischen Brauereikonzern Carlsberg langfristig voranbringen. 2016 hat es das Unternehmen bereits wieder in die Gewinnzone geschafft.
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Der dänische Braukonzern ist zurück in der Gewinnzone und erhöht seine Dividende. Quelle: dpa
Carlsberg

Der dänische Braukonzern ist zurück in der Gewinnzone und erhöht seine Dividende.

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KopenhagenDer dänische Brauereikonzern Carlsberg ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem Verlust von fast 2,9 Milliarden Kronen im Vorjahr erzielte Carlsberg 2016 einen Gewinn von 4,5 Milliarden Kronen (605 Millionen Euro). Das operative Ergebnis werde in diesem Jahr auf vergleichbarer Basis voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen, teilte der Konzern mit, dem unter anderem die Marken Tuborg und Holsten gehören. Carlsberg-Chef Cees 't Hart rechnet mit einer steigenden Nachfrage aus Asien.

Der Konzern hat eine neue Strategie auf den Weg gebracht, die mehr teure Spezialbiere und weniger Brauereien vorsieht. Im Zuge von Standortschließungen und dem Verkauf von Beteiligungen war 2015 der hohe Verlust angefallen. 2016 ging der Umsatz aufgrund eines geringeren Bierabsatzes um vier Prozent auf 62,6 Milliarden Kronen zurück. Der operative Gewinn sank um knapp drei Prozent auf 8,25 Milliarden Kronen.

Das sind die größten Bierbrauer der Welt
Platz 10: Groupe Castel
1 von 10

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß: 29,8 Millionen Hektoliter

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2014

Platz 9: Kirin
2 von 10

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß: 43,1 Millionen Hektoliter

Platz 8: Yanjing
3 von 10

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß: 48,3 Millionen Hektoliter

Platz 7: Molson Coors
4 von 10

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß: 58,1 Millionen Hektoliter

Platz 6: Tsingtao Brewery Group
5 von 10

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß: 70,5 Millionen Hektoliter

Platz 5: China Resources Brewery
6 von 10

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß: 117,4 Millionen Hektoliter

Platz 4: Carlsberg
7 von 10

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß: 120,3 Millionen Hektoliter

Auf vergleichbarer Basis sah es besser aus: Daran gemessen stieg der Umsatz um zwei Prozent, der operative Gewinn legte um fünf Prozent zu. Die Aktionäre sollen mit einer um elf Prozent auf zehn Kronen erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben.

  • dpa
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