Carsten Spohr Lufthansa-Chef hat keine Angst vor der Digitalisierung

Die Digitalisierung schlägt um sich: Arbeitsplätze sind bedroht, neue Qualifikationen werden notwendig und ganze Branchen ändern sich. Auch die Luftfahrtbranche? Für Lufthansa-Chef Carsten Spohr kein Grund zur Sorge.
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Der Lufthansa-Chef hat keine Angst vor der Zukunft: Die Digitalisierung wird die Luftfahrtbranche nicht so stark beeinflussen wie andere Branchen. Quelle: dpa
Carsten Spohr

Der Lufthansa-Chef hat keine Angst vor der Zukunft: Die Digitalisierung wird die Luftfahrtbranche nicht so stark beeinflussen wie andere Branchen.

(Foto: dpa)

MünchenLufthansa-Chef Carsten Spohr glaubt nicht, dass die Digitalisierung die Luftfahrt so grundsätzlich und schnell verändern wird wie andere Branchen. Es gehöre sehr viel dazu, Alternativen zu einem Massentransportmittel zu entwickeln wie es die Fliegerei heute sei. „Die Computer in unseren Flugzeugen sind 20 Jahre alt - aber sie funktionieren. Mein iPhone ist zwei Wochen alt, aber es arbeitet nicht mit der Verlässlichkeit, mit der mein Flugzeug funktionieren soll.“

In der Fliegerei gehe es darum, Systeme zu entwickeln und einzusetzen, die ständig fehlerfrei arbeiteten. Das Kerngeschäft - das Fliegen von A nach B - sei für sich genommen für digitale Unternehmen nicht besonders reizvoll. Ganz anders sehe das aber bei den Geschäften aus, die sich dank der Digitalisierung um das Fliegen herum entwickeln. Hier verändere sich die Art, wie Menschen ihre Reisen organisieren, schnell und nachhaltig. Lufthansa wolle da Vorreiter sein.

Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 20: Air Berlin (Deutschland)
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Die zweitgrößte Airline Deutschlands hat sich in puncto Sicherheit nichts vorzuwerfen, da es seit ihrer Gründung bisher weder einen tödlichen Unfall noch einen Flugzeugverlust gab. Allerdings kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren kritischen Zwischenfällen. Für die Top 15 hat es daher mit dem Index 0,025 nicht gereicht.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

Platz 19: Sichuan Airlines (China)
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Die chinesische Fluggesellschaft wurde 1986 gegründet, die Flotte besteht mittlerweile aus 106 Flugzeugen und bedient vor allem Ziele im asiatischen Raum. Größere Unglücke sind bislang ausgeblieben. Mit einem Index von 0,025 schafft es die Airline in die Top 20.

Platz 18: British Airways (Großbritannien)
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Mit einem Index von 0,020 landet die Fluggesellschaft immerhin in den Top 20. Dabei kommt es bei den Fliegern immer wieder zu Zwischenfällen. So waren jüngst in einem Superjumbo auf dem Weg von San Francisco nach London offenbar giftige Gase ausgetreten. Die Maschine wurde nach Vancouver umgeleitet, konnte ihren Flug aber anschließend fortsetzen.

Platz 17: Delta Airlines (USA)
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Delta gehört zu den größten Fluggesellschaften der Welt. Den letzten Zwischenfall gab es im März 2015, als eine Maschine bei der Landung in New York von der Landebahn rutschte und gegen einen Erdwall prallte. Dabei wurden 23 Passagiere leicht verletzt. Mit einem Index von 0,018 landet Delta Air Lines dennoch in den Top 20.

Platz 16: Air Canada (Kanada)
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Die kanadische Fluggesellschaft landet mit einem Index von 0,018 auf dem 16. Rang. Zuletzt kam es im März 2015 zu einem Zwischenfall bei schlechtem Wetter: Ein Airbus setzte beim Flug von Toronto nach Halifax bei der Landung vor der Landebahn auf. Insgesamt 23 Insassen wurden verletzt.

Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Auf Rang 15 der sichersten Fluggesellschaften steht All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018 – das macht Platz 15.

Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Der Index liegt aktuell bei 0,017.

Dazu brauche man Daten. „Gerade unsere jüngeren Kunden sind eher bereit, uns Daten zu geben.“ Aber sie erwarteten im Gegenzug auch, dass die Lufthansa diese Daten nutze, um den Service zu verbessern. Und hier lauere auch Konkurrenz aus der digitalen Welt. „Wenn jemand eine App entwickelt, die das Reisen wie eine gute Sekretärin optimiert, so altmodisch das auch klingt - wäre das etwas, wodurch ich befürchten würde, den Kontakt zum Kunden zu verlieren. Das ist, ehrlich gesagt, meine größte Angst“, sagte Spohr.

  • dpa
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