Chairman Allen Rosenshine übernimmt Mitverantwortung für Krise bei deutscher Werbetochter
BBDO forciert das Geschäft im Ausland

Der US-Werbegigant BBDO will mit seinen Kunden im Ausland wachsen. „Das Wachstum kommt in Zukunft aus neuen Märkten außerhalb der USA und Westeuropa“, sagte BBDO-Chairman Allen Rosenshine dem Handelsblatt. Im Fokus des Konzerns stünden dabei Russland, China, Indien und Brasilien.

hps/sfu DÜSSELDORF. „Russland entwickelt sich schneller als alle anderen Märkte. Dort sind unsere Töchter hoch profitabel“, sagt Rosenshine, einer der führenden Köpfe im weltweiten Werbegeschäft. Allerdings sind die Nettowerbeumsätze in Russland im Vergleich zu den Milliardenumsätzen in den USA oder Deutschland noch recht bescheiden. Nach Angaben der BBDO belaufen sie sich auf unter 100 Mill. Dollar. Dafür hat der Werbekonzern schon früh Präsenz gezeigt. BBDO hat vor über zehn Jahren Agenturen in Russland eröffnet. Das steile Wachstum hat sich allerdings erst in den letzten vier bis fünf Jahren eingestellt.

„In China ist es dagegen schwierig Geld zu verdienen“, sagt Rosenshine. Brancheninsidern zufolge können ausländische Werbeholdings keine Mehrheit an den lokalen Agenturen übernehmen. Hinzu komme ein zersplitterter Markt, der angesichts der noch bescheidenen Werbeausgaben schwierig zu bearbeiten sei. Viele Niederlassungen schrieben daher noch rote Zahlen.

Im weltweiten Werbemarkt spielen die neuen Märkte bisher nur eine bescheidene Rolle. Im vergangenen Jahr entfielen von den weltweit 372 Mrd. Dollar an Werbeausgaben knapp 47 Prozent auf Amerika, annähernd 24 Prozent auf Europa, aber weniger als 20 Prozent auf Asien. Doch die großen Agenturnetzwerke setzen schon deshalb auf die neuen Märkte, weil ihre Kunden sie dazu drängen: Weltweit präsente Werbekunden verlangen von ihren Agenturen auch eine globale Dienstleistung.

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