Chaos befürchtet

Brasilien droht Airlines vor WM mit Geldstrafen

Zur Fußball-WM in Brasilien werden wohl viele Flughäfen nicht rechtzeitig fertig. Die Behörden drohen mit Geldstrafen, um ein Chaos zu verhindern. Doch zahlen sollen nicht die Airports, sondern die Fluggesellschaften.
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Die WM in Brasilien soll eigentlich ein fröhliches Fußballereignis werden: Um aber Chaos an unfertigen Flughäfen zu verhindern, drohen die Behörden mit hohen Geldstrafen. Quelle: dpa

Die WM in Brasilien soll eigentlich ein fröhliches Fußballereignis werden: Um aber Chaos an unfertigen Flughäfen zu verhindern, drohen die Behörden mit hohen Geldstrafen.

(Foto: dpa)

BrasíliaGut vier Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien drohen die Behörden den Fluggesellschaften mit hohen Geldstrafen, um chaotische Zustände an den zum Teil noch unfertigen Flughäfen der Spielorte zu verhindern. Brasilianische und internationale Airlines und die Betreiber von Privatflugzeugen müssen etwa bei Verspätungen bis zu 40.000 Dollar (29.094 Euro) Strafe zahlen, wie die Luftfahrtbehörde ANAC am Montag (Ortszeit) mitteilte.

Auch andere Verstöße gegen die Start- und Landerechte sollen künftig strikt geahndet werden, etwa wenn die Airlines einen vorher reservierten Slot nicht nutzen. Slots sind Zeitnischen, die einer Fluggesellschaft den Start oder die Landung ihrer Maschine zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort erlauben. Brasilianische Piloten können bei Verstößen gegen die neuen Regeln für 180 Tage ihre Lizenz verlieren. Die Fluglinien riskieren sogar den Verlust aller Slots bis zum Ende der WM.

An den 88 Flughäfen Brasiliens werden während der WM vom 12. Juni bis 13. Juli rund 600.000 ausländische Touristen und drei Millionen brasilianische Fans erwartet. Viele Flughäfen sind jedoch noch nicht fertig. Im Rückstand sind unter anderem die Bauarbeiten am Flughafen von Fortaleza, wo die deutsche Nationalmannschaft am 21. Juni ihr zweites Gruppenspiel gegen Ghana bestreitet. Weil das neue Terminalgebäude nicht rechtzeitig fertig wird, soll die Abfertigung nun in einem riesigen Zelt stattfinden.

Reise-Tipps für die WM am Zuckerhut
An aerial shot shows the landscape city of Salvador in the northern state of Bahia
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Salvador de Bahía (16. Juni, Deutschland – Portugal)

Die selbsternannte „ Hauptstadt des Glücks“ bietet in unmittelbarer Nähe traumhafte Strände und tropische Regenwälder. Salvador de Bahía ist bekannt für die Lebensfreude seiner Bewohner. Der Legende nach sollen an diesem Ort die ersten Seefahrer aus Europa gelandet sein. Gotische Kirchen und das koloniale Stadtbild zeugen von der langen Geschichte der nordbrasilianischen Küstenstadt.

Das Online-Reiseunternehmen TripAdvisor berücksichtigte Tausende Hotel- und Restaurantbewertungen, um mit dem sogenannten „Popularitäts-Index“ die besten Hotels, Restaurants und Strände für deutsche Fußballfans zusammenzustellen. Die DFB-Elf gastiert während des Turniers an einigen der schönsten Orte Brasiliens.

An aerial shot shows Bonfim church in Salvador, in the northern state of Bahia
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Salvador de Bahía

„Bahía“, wie die Stadt unter Einheimischen genannt wird, erinnert mit seinem Stadtbild an südeuropäische Kolonialstädte. Als Tourist sind der Besuch einer traditionellen „Churrascaria“, in der Kellner in „All-you-can-eat“-Manier Grillfleisch frisch vom Spieß auf die Teller der Gäste schneiden, und der täglich stattfindenden Tanz-Performances des „Bale Folclorico de Bahía“ ein Muss.

An aerial shot shows the Arena Fonte Nova stadium, one of the stadiums hosting the 2014 World Cup soccer matches, in Salvador
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Salvador de Bahía

Die DFB-Elf trägt ihr Spiel gegen Portugal in der Arena Fonte Nova aus. Das Stadion wurde extra für die WM von einem deutschen Ingenieurbüro gebaut. Während des Turniers bietet die Arena Fonte Nova, in der bereits 2013 der Fifa Confederations Cup ausgespielt wurde, Platz für 48.000 Fans.

JOAO PESSOA, A BRAZLIAN TROPICAL CITY NON DISCOVERED YET BY TOURI
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Recife (26. Juni, USA-Deutschland)

Am 26. Juni wird die DFB-Elf ihr letztes Gruppenspiel gegen die US-Boys in Recife bestreiten. Die drittgrößte Stadt Brasiliens bietet Traumstrände und tropische Temperaturen. Der Name Recife ist eine Anspielung auf die Felsenriffs, die die Strände der Stadt schützen. Wer nicht nur am Strand liegen möchte, kann sich zum Beispiel auch das Museum Instituto Ricardo Brennand anschauen.

People play soccer at a field in the outskirts of Recife
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Recife

Im tropischen Norden Brasiliens sind die Einwohner genauso fußballverrückt, wie im Rest des Landes. Jede freie Minute verbringen Brasilianer mit ihrem Lieblingsspiel – egal ob auf dem Platz oder vor dem Fernseher. Recife zählt allerdings auch zu den Städten mit den höchsten Einkommensunterschieden in Brasilien. Extreme Armut, Drogen und Gewalt sind ein großes Problem für die Einwohner der Stadt. Beim Reisen sollte Vorsicht geboten sein.

An aerial view of the Arena Pernambuco soccer stadium is seen in Recife
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Recife

Fußball gespielt wird während der WM in der Arena Pernambuco. Sie bietet Platz für 43.921 Zuschauer und befindet sich in São Lourenço da Mata, einem Vorort von Recife. Das Stadion wurde eigens für die WM errichtet. Die DFB-Elf muss sich auch innerhalb der Arena auf tropische Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit einstellen.

People play volley at Mucuripe beach in Fortaleza
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Fortaleza (21. Juni, Deutschland – Ghana)

Im Nordosten Brasiliens liegt Fortaleza. Die Stadt ist selbst für inländische Touristen mittlerweile zum Reiseziel Nummer eins geworden. Kein Wunder, denn hier scheint fast immer die Sonne. Von den Einheimischen wird Fortaleza deshalb nur „Terra do Sol“ (Land der Sonne) genannt. Die Gegend bietet eine 573 Kilometer lange Küste, ein tropisches Klima und eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten.

Neben den Problemen bei der Modernisierung von Flughäfen und Straßen sind auch die Bauarbeiten an mehreren Stadien im Rückstand. Eine vom Weltfußballverband FIFA gesetzte Frist bis zum 31. Dezember 2013 zur Fertigstellung aller Stadien wurde in sechs der zwölf WM-Spielstätten nicht eingehalten. Und auch jetzt sind vier Stadien noch nicht fertig. Unter ihnen ist die für vier Spiele vorgesehene Arena von Cuiabá, die nun am 18. Mai eingeweiht werden soll.

  • afp
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