Chinesischer Onlinehändler
Taobao verbietet Verkauf von Bitcoins

Keine Bezahlung mit Bitcoins: Chinas größtes Internet-Auktionshaus setzt die Anordnung der chinesischen Zentralbank um, die virtuelle Währung nicht mehr zuzulassen. Die steht wegen möglicher Geldwäsche in der Kritik.
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PekingChinas größtes Internet-Auktionshaus Taobao verbietet den Verkauf der Online-Währung Bitcoin. Ab 14. Januar dürfe kein Handel mehr mit virtuellen Währungen betrieben werden, kündigte die Tochter des Online-Händlers Alibaba am Mittwoch an. Taobao reagiert damit auf eine Anordnung der chinesischen Zentralbank aus dem Dezember, wonach Finanzinstitute wegen der Geldwäsche-Gefahr und zur besseren Kontrolle des Geldflusses keine Geschäfte mit Bitcoins mehr machen dürfen. Alibaba ist derzeit auf die Gunst der Regierung angewiesen. Das Unternehmen, das mit rund 73 Milliarden Euro bewertet wird, strebt noch im laufenden Jahr an die Börse.

Hinter den Bitcoins steht im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen weder eine Zentralbank, Regierung oder ein physischer Vermögenswert. In den vergangenen Wochen hat die wohl bekannteste virtuelle Währung zahlreiche Spekulanten auf den Plan gerufen. Der US-Geheimdienst FBI gab bereits bekannt, Bitcoins würden von Kriminellen genutzt, um Geld global zu bewegen. Die EU-Bankenaufsicht EBA prüft, ob sie doch noch in die Aufsicht über Online-Währungen einsteigt. Jüngst erst warnte die Bundesbank unter anderem wegen der Volatilität vor Risiken bei der Nutzung von Bitcoins.

Bitcoins existieren über ein frei zugängliches Software-Programm. Sie können entweder am eigenen Rechner generiert oder mit Hilfe von realem Geld erworben werden. Dieser Verkauf läuft hauptsächlich über Handelsplattformen wie Mt. Gox und nicht über Auktionshäuser wie Taobao. Im November hatte ein Bitcoin erstmals mehr als 1000 Dollar gekostet. Innerhalb eines Monats entsprach dies einem Kursplus von 400 Prozent.

Diese Entwicklung schürte Sorgen vor einer Blase. Nach einer abrupten Talfahrt in Folge des Verbots der chinesischen Notenbank ging es Anfang Januar mit dem Kurs wieder aufwärts. Für Zuversicht sorgte unter anderem die Ankündigung des Online-Spieleanbieters Zynga, in einem Testlauf Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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