Christoph Franz
Lufthansa-Chef fordert Nachtflüge

Lufthansa-Chef Christoph Franz hat sich angesichts zunehmender Konkurrenz bei der internationalen Luftfracht gegen Nachtflugverbote ausgesprochen.
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Frankfurt„Es ist überlebenswichtig, dass wir nicht ins Abseits der globalen Warenströme gelangen“, sagte Franz am Freitag auf einer Logistik-Konferenz in Frankfurt. Nachtflüge an den großen Standorten in Deutschland seien notwendig. Ansonsten würde Deutschland seine Spitzenposition im Luftfracht-Geschäft verlieren. Augenblicklich sind in Frankfurt 17 Starts oder Landungen zwischen 23 Uhr und fünf Uhr morgens erlaubt. Um die nächtlichen Flüge wird seit Jahren heftig gestritten.

Es wird erwartet, dass das Bundesverwaltungsgericht im Herbst über ein generelles Nachtflugverbot entscheidet. Franz zufolge versuchten die Golfstaaten, Europa als internationale Luftfrachtdrehscheibe abzulösen. Der Lufthansa-Chef wies darauf hin, dass dort die Frachtkapazitäten in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden sollen. Auch wolle die größte arabische Fluggesellschaft Emirates die Zahl der Frachtmaschinen bis 2015 auf 18 von acht erhöhen, sagte Franz. Ein weiterer Beleg sei, dass Qatar Airways kürzlich mit 35 Prozent beim Frachtflieger Cargolux eingestiegen sei.

Das Cargo-Aufkommen am Frankfurter Flughafen lag 2010 bei 2,3 Millionen Tonnen. Die Lufthansa-Tochter Lufthansa Cargo kam im vergangenen Jahr auf ein Transportvolumen von 1,8 Millionen Tonnen. Der Großteil wird über den Frankfurter Flughafen umgeschlagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Herr Franz sollte im Gegenzug zu seiner Forderung, auf Nachtflugverbote zu verzichten, dem gesamten höheren Management seines Unternehmens nahelegen, mitsamt den Familien in die unmittelbare Nähe der betroffenen Flughäfen umzuziehen, um die Solidarität mit den betroffenen Anwohnern zu dokumentieren.

  • Na gut, dann verlagert sich eben Frachtverkehr von Frankfurt nach Qatar und Dubai. Die liegen geographisch günstiger. Lärm und Kerosin werden dann nachts über der Wüste verteilt, besser als über dem dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet. So haben alle was davon.

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