City-Flughafen
Fraport will in London landen

Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat sich ein neues Übernahmeziel ausgeguckt: den Londoner City Airport. Der Flughafen ist vor allem bei Geschäftsleuten beliebt, liegt er doch nahe des Zentrums der Millionenstadt. Fraport muss allerdings Konkurrenz aus dem eigenen Land befürchten.

HB FRANKFURT. „Wir haben einen Letter of Interest eingereicht und wollen den Flughafen London City Airport entweder allein oder als Mehrheitspartner in einem Konsortium kaufen“, bestätigte ein Fraport-Sprecher am Dienstag. Innerhalb der nächsten vier Wochen würden die genauen Kriterien aus London erwartet. Danach werde über das konkrete Kaufangebot entschieden, erläuterte der Sprecher.

Als weiterer Interessent gilt der Essener Baukonzern Hochtief. Dort hieß es am Montag allerdings, die Unterlagen aus London würden erst in vier Wochen vorliegen. Erst dann werde man beraten können, ob sich ein Einstieg beim kleinsten Londoner Flughafen lohne.

Im Gegensatz zu den größeren Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted behört der 1987 eröffnete City Airport nicht dem Marktführer BAA, sondern dem irischen Milliardär Dermont Desmond. In den vergangenen Jahren hatte der Flughafen, der wegen der Nähe zur City und den kurzen Abfertigungszeiten bei Geschäftsleuten beliebt ist, kräftig Passagiere gewonnen. Der aktuelle Marktwert des Flughafens soll Fachleuten zufolge bei 500 Mill. Pfund (730 Mill. Euro) liegen. Desmond hatte 1995 nur 23,5 Mill. Pfund bezahlt.

Flughäfen gelten seit längerem als interessante Investitionsobjekte sowohl bei Finanzinvestoren als auch bei Baukonzernen. Erst vor wenigen Wochen war bei BAA der spanische Baukonzern Ferrovial mit fast 30 Prozent eingestiegen.

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