Claas
Mähdrescher-Bauer trotzt weltweitem Marktrückgang

Claas schreibt einen Rekordumsatz. Das Ergebnis bezeichnet der Landmaschinenhersteller als „akzeptabel“. Obwohl die Nachfrage beständig zurückgeht, behaupten sich die Ostwestfalen.

DüsseldorfDer Landmaschinenhersteller Claas hat sich im laufenden Jahr trotz des stark geschrumpften Gesamtmarktes behauptet. Der Umsatz habe einen Rekordwert erreicht und das Ergebnis sei „akzeptabel“, sagte der Sprecher der Konzernleitung, Lothar Kriszun, am Montag in Düsseldorf. Das verdanke Claas Kostensenkungen und den zweistelligen Zuwachsraten außerhalb Europas.

Auch das Interesse vor allem am Claas-Mähdrescher, dem Flaggschiff des Familienunternehmens, habe geholfen. Kriszun rechnet für 2016 nicht mit einer Erholung der Nachfrage und hofft für Claas dann auf Stagnation.

„Die Landmaschinenmärkte sind seit 2013 auf dem Weg nach unten.“ Nach einem zehnprozentigen Rückgang 2014 werde in diesem Jahr die weltweite Nachfrage nochmals um 20 Prozent sinken. Als Grund für die schwache Kaufbereitschaft der Landwirte nannte Kriszun sinkende Erzeugerpreise und den vielerorts noch jungen Maschinenpark. Claas bekam das vor allem in Frankreich sowie in Zentral- und Osteuropa zu spüren. Gut entwickelten sich derweil die Umsätze in den USA, Kanada und Argentinien.

Diese positive Entwicklung konnte Einbußen in China und Japan mehr als kompensieren. So erreichte Claas 2015 einen Rekorderlös von rund 3,8 Milliarden Euro, ein Plus zum Vorjahr von 0,4 Prozent. Operativ kletterte der Gewinn (Ebit) um rund ein Prozent auf 197 Millionen Euro. Eine höhere Steuerquote ließ nach Angaben des Managements den Überschuss um 7,4 Prozent auf 105,7 Millionen Euro schrumpfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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