Claas und John Deere: Landmaschinen-Hersteller hoffen auf 2017

Claas und John Deere
Landmaschinen-Hersteller hoffen auf 2017

Der Boom der vergangenen Jahre sorgt jetzt für deftige Minus-Zahlen bei den Landmaschinen-Produzenten. Gesunde Unternehmen müssen Absatz-Rückgänge hinnehmen. Experten sehen jedoch keinen Grund für Panik.

DüsseldorfDas Familienunternehmen Claas in Ostwestfalen steht da wie das Gallische Dorf des Comic-Helden Asterix gegen die Römer. In der Branche der Landmaschinenhersteller müssen alle kämpfen, auch Claas. Während aber weltweit seit über zwei Jahren Flaute herrscht und die Umsätze zum Teil zweistellig abschmelzen, halten die Anbieter von Mähdreschern und Traktoren aus Harsewinkel zwischen Münster und Bielefeld zumindest das Niveau.

Allerdings spielen bei den guten Claas-Zahlen auch Währungseffekte eine Rolle. Das Geschäft in den USA und das für deutsche Unternehmen günstige Dollar-Euro-Verhältnis spielen Claas in die Karten. Ohne diesen Effekt hätte es beim Umsatz von 3,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr statt eines Mini-Plus von 0,4 Prozent ein Minus gegeben.

Die gesamte Branche in Deutschland hat laut Bernd Scherer in diesem Jahr sieben Prozent weniger produziert. „Gerechnet haben wir sogar mit einem Minus von 10 Prozent“, erklärt der Geschäftsführer Landmaschinentechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Das passt ins Bild. Nach regelrechten Boomjahren bis 2013 sind seitdem die Umsätze um zum Teil 30 Prozent eingebrochen.

Die Gründe dafür sind zum einen gesättigte Märkte bei Traktoren und Mähdreschern wie in den USA, aber auch ein Verfall der Preise. Zwar muss für die Weltbevölkerung immer mehr Nahrung produziert werden. Durch ein Überangebot nach guten Ernten aber leiden nicht nur die deutschen Milchbauern. Weltweit bleibt für die Landwirte angesichts fallender Preise zu wenig übrig, um in neue Geräte zu investieren.

Der Deutschland-Sprecher von John Deere, Oliver Neumann, muss deshalb für sein Unternehmen weltweit Einbrüche vermelden. Der Umsatz ging in diesem Jahr um 20 Prozent auf 28,8 Milliarden US-Dollar zurück. Beim Netto-Gewinn ging es sogar noch heftiger zur Sache. Der schmolz um fast 40 Prozent auf 1,94 Milliarden US-Dollar zusammen.

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Landmaschinen-Hersteller hoffen auf 2017

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Die Perspektiven bleiben gut

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