„CMO of the Year 2009“
Auszeichnung für die besten Chief Marketing Officer

Marketingmanager sind es gewohnt, dass ihre Rolle im Unternehmen gerne heruntergespielt wird. Die derzeitige Krise forciert das zusätzlich. Mit der Auszeichnung "CMO of the Year" für die besten Chief Marketing Officer des Jahres, wollen die Strategieberatung Booz & Company und das Handelsblatt die Rolle des Marketings mehr würdigen. Am Donnerstag wurde der Preis zum vierten Mal vergeben.
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DÜSSELDORF. "Die Rolle der Marketingentscheider wird in diesem Jahr noch mehr als sonst hinterfragt", sagt Gregor Harter, Geschäftsführer der Strategieberatung Booz & Company. Er weist allerdings darauf hin: "Mit den richtigen Marketingmaßnahmen lässt sich jetzt eine Menge erreichen."

Bereits zum vierten Mal hat die Unternehmensberatung in Kooperation mit dem Handelsblatt die besten Chief Marketing Officer (CMO) ausgewählt. Die Auszeichnungen "CMO of the Year 2009" gingen am Donnerstagabend in Frankfurt an Simon Clift von Unilever, an Thierry Antinori von der Lufthansa sowie an Jacques-Antoine Granjon von der französischen Internetverkaufsplattform Vente-Privée. Die Initiatoren wollen mit der Ehrung die Rolle des Marketings als Bestandteil der Unternehmensführung würdigen. Und: "Wir wollen den Einzelnen auszeichnen, nicht das Unternehmen oder die Marke", sagt Harter.

Marketingmanager wechseln schnell die Firma

Die elfköpfige Jury hat die Gewinner aus 17 Nominierungen herausgesiebt. Neben dem diesjährigen Megathema "Return on Investment", also in wie weit sich der Erfolg der Marketingmaßnahmen messen lässt, ging es um einen zweiten großen Trend: Online. "Die Budgets müssen von Offline zu Online umgeschichtet werden", sagt Booz-Geschäftsführer Harter, "besonders die jüngere Zielgruppe erreichen Sie nicht mehr mit den klassischen Medien." Die Gewinner haben bereits reagiert: Unilever und Lufthansa haben ihre Onlinemaßnahmen deutlich verstärkt - Vente-Privée existiert nur aufgrund der Möglichkeiten, die das Netz bietet.

Ansonsten sind die Ansätze der drei Markenhüter höchst unterschiedlich. Unilever-Markenchef Clift legt seinen Fokus auf die Etablierung des Konzernsnamens Unilever über den rund 400 einzelnen Marken. Lufthansa-Markenentscheider Antinori treibt vor allem das Thema Kundenorientierung voran. Und Vertrauen ist das große Thema von Granjon: Dieses muss er aufbauen, damit 850 Markenhersteller ihm ihre Ware auf Kommission geben und Kunden ihm ihre Kreditkartennummern verraten.

"Unser großes Problem ist der häufige Wechsel der Marketers", sagt Juror Harter, "denn wir bewerten den langfristigen Erfolg und nicht kurzfristige Aktionen." Nach 22 Monaten verlassen bislang Marketingentscheider im Schnitt eine Firma wieder. Diese Zeit hat sich in jüngster Zeit ein wenig verlängert: um sechs Monate auf nun 28 Monate.

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