CO2-Ausstoß
Fluggesellschaften verpesten weiter die Luft

Das Jahr 2011 war für die Fluggesellschaften kein Ruhmesblatt. Die Anzahl der Flüge steigt, die Emissionen aber umso mehr – die Klimaziele sind in weiter Ferne. Besonders schlecht schneidet eine deutsche Airline ab.
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BerlinDie 150 größten Fluggesellschaften der Welt konnten ihre Klimaeffizienz im vergangenen Jahr um rund drei Prozent steigern. Da gleichzeitig aber zehn Prozent mehr Flüge starteten, sei trotzdem mehr klimaschädliches CO2 ausgestoßen worden, teilte das Unternehmen Atmosfair am Montag mit. Um rund drei Prozent seien die Emissionen weltweit gestiegen. Damit verfehle die Luftfahrtbranche die Ziele, um auf der Erde einen Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern.

Laut einer Rangliste, die Atmosfair jedes Jahr aus Daten internationaler Organisationen und Datendienste erstellt, ist der britische Ferienflieger Monarch Airlines die klimafreundlichste Fluggesellschaft der Welt, zumindest bei den Charterfluggesellschaften. Tuifly belegt den vierten Platz und ist damit die klimaeffizienteste deutsche Gesellschaft. Bei den Linienfluggesellschaften dagegen erreichte Air Berlin den ersten Platz.

Atmosfair erklärte, die Unternehmen hätten ihre CO2-Emissionen pro Kilometer und Passagier vor allem senken können, da alte Maschinen ersetzt und mehr Sitze in die Flugzeuge gebaut wurden. Außerdem seien einige Maschinen mit aerodynamischen Flügelspitzen nachgerüstet worden. Erstmals stiegen dadurch zwölf Gesellschaften in die zweitbeste Effizienzklasse auf. Die höchste Klasse bleibt weiterhin unerreicht.

Die Lufthansa, größte deutsche Fluggesellschaft, belegte nur den 54. Platz und wird mit D benotet. Besonders auf Kurzstrecken schnitt das Unternehmen schlecht ab. Laut Atmosfair sind Lufthansamaschinen unterdurchschnittlich dicht bestuhlt und auf regionalen Strecken seien die Flüge nicht ausgelastet. Zusätzlich gäbe es viele veraltete Maschinen in der Flotte, die relativ viel Treibstoff verbrauchten.

Weiter nach vorne - auf den 6. beziehungsweise 13. Platz - schafften es Condor und Air Berlin. Die modernen Flotten und die dichte Bestuhlung wurden gelobt. Bei Air Berlin sei die insgesamt unterdurchschnittliche Auslastung jedoch ein Problem.

Erstmals bewertete Atmosfair 2012 auch die Billig-Flieger. In einer gesonderten Rangliste erreichte die Lufthansa-Tochter Germanwings die Effizienzklasse C. Am besten schnitten hier AirAsia, Easy Jet, IndiGo, Ryanair, SpiceJet und Spring Airlines ab. Die Unternehmen erreichten die zweithöchste Effizienzklasse. Auch bei den Billig-Fliegern reichte es für keine Fluggesellschaft für die Bestnote A.

Atmosfair erstellt die Rangliste nach eigenen Angaben, damit Kunden sich bewusst für den klimafreundlichsten Flug auf ihrer Strecke entscheiden können. Autofahrer könnten sich schon längst vor dem Kauf über den durchschnittlichen Verbrauch eines Wagens informieren. Bei Flügen seien die Verbraucher lange im Dunkeln getappt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Aufgeschürfte Knie oder einen lebenswerten Planeten für die Enkel hinterlassen? It's easy, isn't it? Time is over yesterday...

    Und ja, jeder Einzelne zählt!

  • Wenn es nur halb so viel kostet mit dem Flieger von Frankfurt nach Berlin zu fliegen anstatt mit der Bahn zu fahren, muss man sich mal überlegen wo der Fehler ist. Ich würde wegen dem Klima auch die Bahn bevorzugen, nur leider kann ich mir das nicht leisten.

  • Dichte Bestuhlung mag für das Klima ja von Vorteil sein, nur wenn man als 1,90m Mann nach einem dreistündigen Flug völlig aufgeschürfte Knie hat oder wie bei der TAP sich überhaupt nicht mehr gerade hinsetzen kann, dann kann es das auch nicht sein.

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