Container-Boom
TUI-Schifffahrtstochter fährt Rekordergebnis ein

Die zum TUI-Konzern gehörende Hamburger Reederei Hapag-Lloyd AG hat 2004 ihr Vorsteuerergebnis auf 278 Mill. Euro von zuvor 262 Mill. Euro gesteigert. Der Umsatz verbesserte sich auf 2,7 Mrd. Euro von 2,4 Mrd. Euro.

HB HAMBURG. „Wir sind zuversichtlich, unser Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisieren zu können“, sagte Vorstandschef Michael Behrendt am Dienstag bei der Präsentation der Bilanz für 2004 in Hamburg. Damit habe Hapag-Lloyd das Rekordergebnis des Vorjahres nochmals übertroffen, sagte Behrendt.

Die Nachfrage in der Containerschifffahrt zeige in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen positiven Trend mit steigenden Mengen und auch verbesserten Frachtraten. In der Kreuzschifffahrt sei der Aufwärtstrend der Touristik zu spüren mit bislang rund 15 Prozent mehr Buchungseingängen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, sagte Behrendt.

„Wenn sich die positive Entwicklung des Welthandels fortsetzt, wird auch der Containerverkehr rasant weiter wachsen“, sagte Behrendt. Er rechne damit, dass Hapag-Lloyd das erwartete Wachstum des Welt-Containerverkehrs von neun Prozent übertreffen und wie in den Vorjahren stärker als der Markt wachsen könne. Das Transportvolumen von Hapag-Lloyd stieg 2004 um 14,9 Prozent auf 2,4 Millionen Standardcontainer (TEU), der Markt um 9,0 Prozent. Auch bei den Frachtraten sei mit einer weiteren leichten Steigerung zu rechnen.

Um mit dem Wachstum des weltweiten Containerverkehrs weiter Schritt halten zu können, investiert Hapag-Lloyd in neue Schiffe, die zu den größten der Welt zählen. Bis 2008 werden zehn Neubauten mit einer Kapazität von jeweils 8750 TEU in die bestehende Flotte von 51 Schiffen integriert. „Sie können daraus ableiten, dass wir die Zukunft optimistisch betrachten“, sagte Behrendt. Er rechne auf absehbare Zeit nicht mit Überkapazitäten, wie sie gelegentlich in Marktanalysen vorhergesagt würden.

Es gebe allerdings auch Probleme, vor allem auf der Kostenseite. Dazu zählen die stark gestiegenen Charterraten. Rund 40 Prozent der Transportkapazität von Hapag-Lloyd ist auf Zeit gechartert und bei der Verlängerung der Verträge steigen die Kosten, im vergangenen Jahr zum Beispiel um 43 Prozent. Zudem machen der schwache Dollar und die hohen Treibstoffkosten dem Konzern zu schaffen.

Hapag-Lloyd kehre mit dem geplanten Verkauf der Schienenlogistiktochter VTG zu seinen Wurzeln als Schifffahrtsunternehmen zurück, sagte Behrendt. Im vorigen Jahren hatte die Konzernmutter den ursprünglich geplanten Börsengang des Hamburger Traditionsunternehmens abgesagt.

Unterdessen hat die Oetker-Gruppe ihr grundsätzliches Interesse an der TUI-Tochter bekräftigt. Sie sehe aber derzeit keine Veranlassung für ein konkretes Gebot. Bereits vor gut einem Jahr hatte Oekter Interesse bekundet, die damals in Medienberichten kursierenden Preisvorstellungen aber als „nicht schaffbar“ bezeichnet.

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