Containerschiffe
Maersk fährt volle Fahrt voraus

Der dänische Großkonzern Maersk fährt mit Containerschiffen wieder Rekordgewinne ein. Die schwere Schifffahrtskrise ist vorbei. Das sah vor einigen Monaten noch ganz anders aus.
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DüsseldorfDer Aufschwung im Welthandel hat dem dänischen Konzern A.P. Møller Maersk mit seinen Containerschiffen 2010 einen Rekordgewinn beschert. Die größte Container-Reederei der Welt fuhr im letzten Jahr einen Nettoertrag von 28,2 Milliarden Kronen (3,8 Mrd Euro) gegenüber Verlusten von 5,5 Milliarden Kronen 2009 ein. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Kopenhagen weiter mitteilte, stiegen die Frachtraten für Containertransporte um 29 Prozent. Im Krisenjahr 2009 waren sie um 28 Prozent gefallen.  

Den Konzernangaben zufolge war der Vorsteuergewinn von 59,6 Milliarden Kronen der höchste in der mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte. Maersk hatte Anfang der Woche mit einer Bestellung von zehn neuen Riesen-Frachtern von jeweils 400 Metern Länge in Südkorea den Aufwärtstrend und optimistische Erwartungen für die Zukunft unterstrichen. Das auch bei der Öl- und Gasförderung, als Betreiber von Supermärkten sowie Hafenanlagen aktive Unternehmen steigerte seinen Umsatz im letzten Jahr von 260,3 auf 315,4 Milliarden Kronen.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte A.P. Moller-Maersk seine Jahresprognose erhöht. Die Dänen hatten vom regen Containergeschäft und vom hohen Ölpreis profitiert. Für das Dreivierteljahr hatte Maersk da noch einen Nettogewinn in Höhe von rund 23,8 Mrd. dänische Kronen (rund 3,2 Mrd. Euro) ausgewiesen - nach einem Verlust von 3,9 Mrd. Kronen im Vorjahreszeitraum. Damit hatte das Unternehmen bereits besser ab als von Analysten erwartet abgeschnitten.

Noch im März hatte der Konzern erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Verlust erlitten. Das lag vor allem an dem schlechten Abschneiden der Containerschifffahrt, die unter der Wirtschaftskrise am meisten litt. Das Unternehmen machte einen Nettoverlust von 5,5 Mrd. Kronen (740 Mio. Euro) nach einem Gewinn von 17,5 Mrd. Kronen im Vorjahr. Der Umsatz war von 312 Mrd. auf 260 Mrd. Kronen gefallen.

Maersk betreibt die größte Containerschiff-Flotte der Welt und Hafenanlagen, ist in der Gas- sowie Ölgewinnung aktiv und unterhält Supermarktketten. Der Verfall der Frachtraten um fast ein Drittel sowie Überkapazitäten im Schifffahrtsmarkt hatten Maersk hart getroffen. Man habe die Folgen durch schnelle Anpassungsmaßnahmen begrenzen können und rechne für das laufende Jahr wieder mit schwarzen Zahlen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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