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Continental Airlines fliegt ins Minus

Den US-Fluglinien geht es nicht gut, wie man schon am Mittwoch an den Quartalszahlen von Delta und American Airlines ablesen konnte. Nun ist auch die viertgrößte US-Fluggesellschaft Continental Airlines im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Das Minus fiel jedoch geringer aus, als von Analysten erwartet.

HB DÜSSELDORF. Deutlich gestiegene Treibstoffkosten haben die viertgrößte US-Fluggesellschaft Continental Airlines im dritten Quartal in die roten Zahlen gedrückt.Von Juli bis September stand unter dem Strich ein Minus von 236 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 241 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor Sondereinflüssen betrug der Verlust 1,32 Dollar je Aktie, während Experten mit einem Minus von 1,55 Dollar gerechnet hatten.

Neben den hohen Ölpreisen machte Continental auch den Hurrikan Ike für die Verluste verantwortlich. Das Unternehmen hatte im September seine Verbindung nach Houston unterbrochen, während der Tropensturm dort wütete. Der Umsatz legte im Vorquartal um neun Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zu.

Auch der Billigflieger Southwest Airlines meldete am Donnerstag einen Verlust im dritten Quartal. Wegen hoher Sicherungskosten gegen die schwankenden Treibstoffpreise rutschte die Fluggesellschaft mit 120 Millionen Dollar ins Minus, nach einem Plus von 162 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um zwölf Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar zu.

Bislang hatten nahezu alle großen US-Fluggesellschaften die wichtigen Sommermonate mit einem Verlust beendet. Einzig die - gemessen am Verkehrsaufkommen - weltgrößte Fluggesellschaft American Airlines konnte sich dank eines Sondererlöses in den schwarzen Zahlen halten. Die Konkurrenz bekamen die deutlich gestiegenen Ölpreise empfindlich zu spüren, die sich innerhalb eines Jahres in etwa verdoppelt hatten.

Mittlerweile kostet ein Fass Öl an der Börse aufgrund des sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwungs zwar nur noch 73 Dollar. Im Juli war der Preis jedoch auf knapp 150 Dollar geklettert. Die großen europäischen Airlines Air France-KLM, Lufthansa und British Airways wollen ihre Geschäftszahlen in den kommenden Wochen vorlegen. Für sie wurde der rasante Preisanstieg durch den schwachen Dollar abgemildert.

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