CTT
Post-Privatisierung bringt Portugal Millionen ein

Die Privatisierung von 70 Prozent der portugiesischen Post ist ein voller Erfolg: Die Anteile sollen dem klammen Staat mehr als eine halbe Milliarde Euro einbringen. Die Beschäftigten hatten heftig dagegen protestiert.
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LissabonDie Privatisierung von 70 Prozent des staatlichen portugiesischen Postunternehmens CTT soll 580 Millionen Euro in die Kassen des Krisenlandes spülen. Der Emissionspreis für den für Donnerstag angesetzten Börsengang sei auf 5,52 Euro pro Aktie festgesetzt worden, teilte die Staatsholding Parpública am Dienstag nach Ablauf der Zeichnungsfrist in Lissabon mit. Damit liegt der Preis am oberen Ende der Spanne.

„Die Privatisierung war ein enormer Erfolg. Der größte Teil der Nachfrage kam aus dem Ausland. Das ist ein Zeichen von Vertrauen“, erklärte der zuständige Staatssekretär für Kommunikationen und Infrastrukturen, Sérgio Montero. Zahlen wollte er nicht nennen, aber die Onlineausgabe der Zeitung „Expresso“ berichtete unter Berufung auf die Regierung, 70 Prozent der Aktien seien ins Ausland gegangen.

Bei der Privatisierung soll die Belegschaft bis zu fünf Prozent der Aktien zu einem Sonderpreis von 5,24 Euro erhalten. 30 Prozent der Anteile an CTT behält der Staat.

Mit Kundgebungen und Streiks hatten die Beschäftigten der Post mehrfach gegen die Pläne protestiert und den Umstrukturierungsprozess angeprangert, der bislang zur Schließung von mehr als 100 Filialen führte. Die Zahl der Mitarbeiter schrumpfte zwischen Mitte 2012 und Mitte 2013 um 939 auf 13.156. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Gewinn leicht auf 31,6 Millionen Euro.

Mit dem Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 mit einem 78 Milliarden schweren Hilfspaket vor dem Bankrott retteten. Bisher trennte man sich von Anteilen am Stromriesen EDP, am Energieversorger REN sowie an der Flughafenverwaltungsbehörde ANA. Daraus flossen rund 6,5 Milliarden Euro in die Staatskassen. Das Mindestziel von 5,5 Milliarden ist längst übertroffen. Zur Privatisierung stehen unter anderem auch noch die Airline TAP, Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal sowie Schiffswerften im Norden des Landes an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Tafelsilber wird verscherbelt, verramscht an ausländische Zocker.
    Es sinken die Einnahmen die im Lande bleiben, Arbeitsplätze werden zur Gewinnoptimierung abgebaut, vorbereitet wird die nächste Krise, bei der das Land dann nichts mehr zum Verramschen hat. Die Einnahmen jedoch werden bald zum Stopfen der frisch aufgerissenen Löcher ausgegeben sein. Ein Strohfeuer - und GoldmanSachs wirds freuen!

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