Dachpfannen-Hersteller: Braas Monier macht Übernahme für Standard Industries teurer

Dachpfannen-Hersteller
Braas Monier macht Übernahme für Standard Industries teurer

Wenn Standard Industries wie geplant Braas Monier übernehmen will, müssen die Amerikaner tiefer in die Tasche greifen. Denn der Dachpfannen-Hersteller hat Gratisaktien an die eigenen Aktionäre herausgegeben.
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FrankfurtDer Dachpfannen-Hersteller Braas Monier kämpft weiter für ein höheres Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Standard Industries. Mit der Ausgabe von Gratisaktien an die eigenen Aktionäre macht das Unternehmen aus Oberursel bei Frankfurt die Übernahme für die Amerikaner um zehn Prozent teurer. Der eigene Großaktionär müsste damit knapp 650 Millionen Euro ausgeben – rund 60 Millionen Euro mehr als bisher –, wenn er Braas Monier komplett schlucken wollte. Die mit den Gratisaktien bedachten Aktionäre bekämen damit praktisch 27,50 statt 25 Euro je Anteilsschein. Das trieb die Braas-Monier-Aktie am Dienstag um 7,5 Prozent auf 27,50 Euro.

Zudem soll ein großer Teil der Dividende für das laufende Jahr schon vorab ausgeschüttet werden. 57 der 70 Cent je Aktie sollten im Januar als Zwischendividende gezahlt werden. Damit will Braas Monier die Anteilseigner davon abhalten, Standard Industries ihre Papiere bis zum vorläufigen Ablauf des Angebots am 23. Dezember anzudienen. Braas Monier hält die Offerte des US-Familienunternehmens für zu niedrig. Standard Industries hat aber schon 40 Prozent der Anteile sicher.

Der ausstiegswillige Ex-Mehrheitseigentümer Monier, hinter dem sich Finanzinvestoren wie Apollo, TowerBrook und York Capital verbergen, hat den Amerikanern seine Anteile angedient. Andere Großaktionäre haben sich dagegen mit Forderungen von mehr als 30 Euro je Aktie zu Wort gemeldet.

Da das Angebot aber nicht an Bedingungen geknüpft ist, fällt es Braas Monier schwer, Standard Industries unter Druck zu setzen. Man habe versucht, mit den Amerikanern über ein höheres Angebot zu sprechen, das der Vorstand den Aktionären empfehlen könnte, sei bisher aber auf taube Ohren gestoßen, hieß es in der Mitteilung. Braas sei weiter offen für Gespräche, behalte sich aber weitere Maßnahmen vor, „um einen noch höheren Wert für die Aktionäre zu schaffen“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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