Dafiti, Lamoda, Zalora & Co.
Rocket formt Handelsriesen aus Zalando-Ablegern

Im Online-Handel entsteht ein neuer Moderiese: Rocket Internet will seine fünf Zalando-Ableger in Asien, Lateinamerika und Russland in einer neuen Gruppe bündeln. Das Ziel: Die globale Führungsposition.
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DüsseldorfIn Deutschland sagen vielen die Namen Zalora, Dafiti, Jabong, Lamoda oder Namshi wenig. In Südostasien, Lateinamerika, Indien, Russland und Nahost ist das anders: Dort sollen die Webseiten das sein, was in Deutschland Zalando ist – ein Online-Händler für den Modebereich. Sie gehören, genau wie Zalando, zu den Internet-Start-ups, die der Inkubator Rocket Internet mit aufgebaut hat. Nun wollen das Unternehmen und sein Geldgeber AB Kinnevik die fünf Plattformen in den Wachstumsmärkten bündeln.

Wie der Konzern der Samwer-Brüder am Donnerstag verkündete, sollen die fünf Modewebseiten künftig unter dem Dach der Global Fashion E-Commerce Group (GFG) firmieren. Der Sitz des neuen Unternehmens wird in Luxemburg sein.

Die Kombination der fünf Unternehmen soll nach Angaben von Rocket Internet dem Austausch der Firmen helfen. „So können die Firmen die gemeinsamen Ressourcen besser nutzen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage von Handelsblatt Online. Auch im Bereich Marketing solle das gemeinsame Know-how gebündelt werden. Das werde es GFG möglich machen, eine „Führungsposition“ im Wachstumsmarkt Online-Handel mit Mode zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung. „GFG wird sich auf die massiven Wachstumsmöglichkeiten im Online-Modehandel in Wachstumsmärkten fokussieren“, sagte Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer in einem Statement.

Die bisherigen Investoren der fünf Unternehmen sollen ihre Anteile nun in die neue Gruppe einbringen. Die Bewertung der GFG liege insgesamt bei etwa 2,7 Milliarden Euro, heißt es in der Pressemitteilung von Rocket Internet. Der schwedische Investor Kinnevik soll 25,1 Prozent der neuen Gruppe halten, Rocket wird mit 23,5 Prozent beteiligt sein.

Rocket Internet wird häufiger dafür kritisiert, Besitzverhältnisse an Start-ups durch Kapitalerhöhungen oder neue Gesellschafterformen zu verwässern. Auf die Frage, ob dies auch bei der Gruppe GFG der Fall sei, hieß es, dass an Rocket Internet sehr viele Vorwürfe gerichtet würden, man könne nicht auf alle eingehen. „Aber beide Seiten sind sehr zufrieden mit dem Deal“, versicherte ein Sprecher.

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