Daimler-Werk in Moskau
Russland rollt Autobauern den roten Teppich aus

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Deutsche Unternehmen verstärken ihr Engagement

Ein Trend, von dem die russische Führung positive Effekte erwartet. Daimlers Investition von mehr als 250 Millionen Euro soll mehr als 1000 Arbeitsplätze schaffen. Das sei alles nur der Anfang, meint Russlands Industrieminister Denis Manturow. „Die folgenden Investitionen werden unserer Wirtschaft zu Gute kommen.“ Der Moskauer Gouverneur Andrej Worobjow sagt, es sei schon Gelände reserviert, damit sich Partner und Zulieferer von Mercedes ansiedeln könnten. Es ist die erste Neuniederlassung eines großen westlichen Autobauers in Russland seit zehn Jahren, wie die Agentur Tass schreibt.

Um Daimler die Investition zu versüßen, sparen die Behörden nicht mit Anreizen. Bis 2025 hat die Moskauer Gebietsverwaltung Mercedes-Benz von der Umsatzsteuer befreit. Bis 2029 steigt sie graduell auf 13,5 Prozent. Hinter vorgehaltener Hand vermuten Beobachter auch, dass Mercedes seinen Status als beliebte Marke für Funktionäre verteidigen will. 2014 hatte die Regierung festgelegt, dass Behörden ihre Fuhrparks nur mit Autos aus russischer Produktion bestücken dürfen.

Matthias Schepp, Leiter der Auslandshandelskammer, ist aber überzeugt: „Die russischen Regionen rollen Investoren in letzter Zeit den roten Teppich aus.“ Es werde geschätzt, dass deutsche Firmen trotz politischer Probleme an Russland festhalten. „Während amerikanische Konzerne wie General Motors Russland verlassen haben, sind deutsche Unternehmen geblieben und gehen sogar verstärkt rein.“

In der Tat springt Daimler mit seiner Produktion in Russland auf einen Zug auf, den Mitbewerber schon vor Jahren bestiegen haben. BMW ist seit 1999 in der Ostsee-Exklave Kaliningrad (früher Königsberg) vertreten, 2015 wurden dort 16.200 Fahrzeuge gefertigt.

Auch Volkswagen hatte zuletzt sein Engagement in Russland ausgebaut. Rund 500 Millionen Euro haben die Wolfsburger nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren in Russland investiert und unter anderem ein Motorenwerk gebaut. Erst vergangene Woche verlängerte VW eine Kooperation mit dem russischen Autobauer GAZ bis 2025.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Komisch, dass die Trump-Fans in diesem Forum nun nicht aufjaulen "Verdammt, warum produzieren deutsche Firmen nicht in Deutschland!"

    Statt dessen: Russland ist immer gut. Für jeden ordentlichen deutschen Trump-Fan gehört es sich offenbar, alles, was Russland hilft, zu bejubeln.

    Alles völlig Gaga, wie immer.

  • HB : "„Während amerikanische Konzerne wie General Motors Russland verlassen haben, sind deutsche Unternehmen geblieben und gehen sogar verstärkt rein.“
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    Eine gute Entwicklung. Wer in Russland produziert, wird mit Sanktionen weniger Probleme haben.
    (George Soros : "Ohne Frau Dr. Merkel würde es keine Russland-Sanktionen geben")

  • Eigentlich sind ja Politiker für ein gutes Klima zwischen zwei Ländern verantwortlich. Da Merkel und Co dies im Falle von Russland aber nicht wollen, muss die Wirtschaft für gute Beziehungen und gegenseitiges Vertrauen sorgen.

    Der Satz: "Deutschland geht es gut, aber nicht wegen der Politik sondern trotz der Politik." wird immer richtiger......

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