Dank höherer Ticketpreise
Billigflieger Ryanair kontert hohe Spritpreise

Ryanair konnte vor Weihnachten die Auslastung seiner Flugzeuge steigern. Dadurch fiel das Ergebnis des Billigfliegers besser aus als erwartet. Die durchschnittlichen Preise steigen aber.
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DublinDer irische Billigflieger Ryanair steuert nach einem starken Winterstart einen höheren Gewinn an. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März dürfte der Überschuss fast 540 Millionen Euro erreichen, kündigte Unternehmenschef Michael O'Leary am Montag in Dublin an. Bisher war er von lediglich 490 bis 520 Millionen Euro ausgegangen. Nach ersten Kursgewinnen verlor die Aktie im Dubliner Handel rund zwei Prozent an Wert.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember verdiente Ryanair dank höherer Ticketpreise unter dem Strich 18 Millionen Euro, gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Während die Zahl der Fluggäste um drei Prozent auf 17,3 Millionen wuchs, kletterte der Umsatz um 15 Prozent auf 969 Millionen Euro. Dabei musste Ryanair fast ein Viertel mehr für Sprit ausgeben. Wegen der hohen Ölpreise kletterten die Treibstoffkosten auf 415 Millionen Euro und zehrten damit 43 Prozent der Erlöse auf.

Der Winter gilt bei Fluggesellschaften als die schwächste Jahreszeit. Ihre Gewinne fliegen sie vor allem in der Reisesaison im Sommer ein. Um keine roten Zahlen mit halbleeren Maschinen einzufliegen, lässt Ryanair in der kalten Jahreshälfte bis zu 80 der insgesamt 305 Flugzeuge am Boden. Konkurrent Lufthansa hatte wegen der unsicheren Nachfragesituation das Flugangebot im Winter um drei Prozent zusammengestrichen.

Unterdessen versucht Ryanair weiter, die EU-Kommission von der Übernahme des irischen Konkurrenten Aer Lingus zu überzeugen. Helfen sollen dabei zwei andere Fluggesellschaften, die einen wesentlichen Teil des Aer-Lingus-Streckennetzes übernehmen und damit den Wettbewerb auf den Flügen von und nach Irland sichern sollen. Die Namen der beiden anderen Gesellschaften wurden nicht genannt.

Ryanair versucht seit Monaten in einem dritten Anlauf, die Aktienmehrheit bei Aer Lingus zu erringen. Die EU-Kommission fürchtet im Fall einer Übernahme um den intakten Wettbewerb auf vielen Strecken und hat dazu eine Bedenkenliste veröffentlicht. Ryanair hält seit Jahren knapp 30 Prozent an Aer Lingus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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