Dank Quartalsgewinn
Freddie Mac braucht keine neuen Hilfen

Der US-amerikanische Hypothekenfinanzierer scheint wieder auf den Beinen zu sein. Auch das abgelaufene Quartal bescherte wieder Gewinne. US-Präsident Obama kommt die Nachricht gerade recht.
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WashingtonDer mit Steuergeldern gerettete US-Hypothekenkonzern Freddie Mac kommt nach einem weiteren Gewinnquartal wieder um einen neuen Hilferuf an die Regierung herum. In den Monaten Juli bis September erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Dollar, wie der nach Fannie Mae zweitgrößte Hypothekenfinanzierer des Landes am Dienstag mitteilte.

Ein Jahr zuvor stand im selben Zeitraum noch ein Minus von 4,4 Milliarden Dollar in den Büchern. Für Präsident Barack Obama kam die erfreuliche Nachricht am Wahltag zu einem günstigen Zeitpunkt.

Schon im zweiten Quartal war Freddie Mac nach einem ähnlich hohen Gewinn ohne Finanzhilfen des Staates ausgekommen. Auch jetzt kann das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Unterstützung aus Washington verzichten und dennoch zahlungsfähig bleiben.

Die Regierung hatte unlängst angekündigt, Freddie Mac und die größere Schwesterorganisation Fannie Mae schneller als bisher geplant abwickeln zu wollen. Die USA hatte die Unternehmen mit 188 Milliarden Dollar Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet. Mit dem Platzen der Blase am Häusermarkt waren beide ins Straucheln geraten und wurden 2008 faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt. Seit einiger Zeit erwirtschaften sowohl Freddie als auch Fannie aber wieder Gewinne und zahlen Geld zurück.

Die beiden Konzerne stehen hinter 60 Prozent der US-Immobilienkredite. Beide verleihen selbst kein Geld an Immobilienkäufer. Sie kaufen und versichern jedoch Hypotheken anderer Banken, um ihnen eine größere Kreditvergabe zu ermöglichen. Das brockte ihnen in der Finanzkrise gigantische Verluste ein.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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