Dank Schuldenabbau
Bürokonzern IVG hat wieder Luft zum Atmen

Beim Immobilienkonzern IVG zeigt der Schuldenabbau erste Erfolge. Im operativen Geschäft kommt das Unternehmen allerdings nicht recht voran. Auf eine konkrete Gewinnprognose will sich IVG nicht festlegen.
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FrankfurtDas Bonner Immobilien-Unternehmen IVG wies am Freitag für das erste Quartal einen Überschuss von 11,1 Millionen Euro aus. Das waren fast neun Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dabei profitierte der hoch verschuldete Konzern vor allem von einer geringeren Zinslast, denn seit Mitte Dezember tilgte er 450 Millionen Euro.

Zuletzt flossen im April 180 Millionen an die Banken. In den ersten drei Monaten half aber auch, dass die Abwertungen auf den Immobilienbestand zurückgingen.

Im operativen Geschäft kommt IVG allerdings nicht so recht vom Fleck: Die in der Branche maßgebliche Kennzahl FFO (Funds From Operations) sank im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 6,8 Millionen Euro. Die Kennzahl FFO entspricht dem operativen Cashflow, also dem Jahresüberschuss plus Abschreibung minus Neubewertung plus latente Ertragssteuern. Der Konzern hatte wegen seines Sanierungskurses zuletzt viele Objekte losgeschlagen, was die Mieteinnahmen schrumpfen ließ. Das Geld steckte Vorstandschef Gerhard Niesslein in Entwicklungsprojekte wie den Bürokomplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen, wo sich die Investitionen im Moment noch nicht auszahlen.

Die Vorvermietung für die unlängst eröffnete Anlage lief lange Zeit schleppend, nimmt nach Konzernangaben aber an Fahrt auf. Zum Jahresende sollen etwa 80 Prozent der Büro- und Gewerbeflächen vermietet sein, aktuell sind es erst 66 Prozent.

Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr konkretisierte IVG am Freitag nicht. Nach früheren Angaben will der Konzern 2011 beim Überschuss mindestens die 23 Millionen des Vorjahres schaffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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