Danone
Konzern will Beteiligung an Yakult verkaufen

Danone will seine Kasse für Zukäufe füllen: Derzeit führt der Konzern intern Gespräche über einen Verkauf seiner Yakult-Anteile. Der französische Konzern Danone peilt wohl Übernahmen an, um wieder zu wachsen.
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London/ParisDanone erwägt informierten Kreisen zufolge einen Verkauf ihres 20-Prozent-Anteils am japanischen Milchgetränkehersteller Yakult Honsha Co. Bei Danone habe es interne Gespräche über einen möglichen Verkauf gegeben, hieß es. Die Überlegungen befänden sich noch in einem frühen Stadium und es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Der Marktwert von Yakult liegt bei rund 1,2 Billionen Yen (8,2 Milliarden Euro), womit der Anteil von Danone rund 1,6 Milliarden Euro wert wäre. Vertreter von Danone und Yakult wollten keine Kommentare abgeben.

Ein Verkauf würde das Ende der seit zehn Jahren währenden Vereinbarung des weltgrößten Joghurtherstellers aus Paris mit Yakult bedeuten, dessen probiotische Getränke auf Basis fermentierter Milch Produkten von Danone ähneln.

Der Konzern könnte dadurch seine Kriegskasse für mögliche Zukäufe auffüllen. Danone strebt Wachstum an, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr einen ersten Rückgang beim Jahresgewinn seit mehr als einem Jahrzehnt melden musste.

Eine informierte Person hatte jüngst berichtet, dass bei einem Führungskräftetreffen von Danone im Oktober über mögliche Übernahmeziele gesprochen worden sei. Dabei sei unter anderem der amerikanische Babynahrungshersteller Mead Johnson Nutrition Co. genannt worden, der mit 20,5 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro) bewertet wird.

Die Yakult-Aktie ist seit Jahresbeginn um 26 Prozent auf ein Rekordhoch gestiegen. Im November hatte das Unternehmen sein Nettogewinnziel für das Geschäftsjahr angehoben. Im selben Zeitraum legte die Danone-Aktie 7,8 Prozent zu, womit die Marktkapitalisierung des Konzerns bei 36 Milliarden Euro liegt.

Der Hersteller von Joghurt der Marke Activia und von Evian-Wasser hatte früher versucht, seine Beteiligung an Yakult aufzustocken, was das japanische Unternehmen aber ablehnte. Obwohl im vergangenen Jahr im Zuge einer Verlängerung der Kooperation die Höchstgrenze für die Beteiligung gestrichen wurde, hatte Danone seinen Anteil nicht erhöht.

Aus informierten Kreisen verlautete zudem, dass Danone über einen Verkauf seines Medical-Nutrition-Geschäfts verhandelt. Unter den Interessenten seien Fresenius SE und verschiedene Buyout-Firmen, hieß es.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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