Dara Khosrowshahi Expedia-Chef soll neuer Uber-CEO werden

Nach monatelanger Führungskrise sitzt in Zukunft wohl Expedia-Chef Dara Khosrowshahi am Steuer von Uber. Der Aufsichtsrat des Start-ups bietet ihm den Chefposten an - der Manager passt genau ins Profil des Unternehmens.
Update: 28.08.2017 - 03:38 Uhr Kommentieren
Der Expedia-Chef sitzt in Zukunft am Steuer des Fahrdienstvermittlers Uber. Quelle: AP
Dara Khosrowshahi

Der Expedia-Chef sitzt in Zukunft am Steuer des Fahrdienstvermittlers Uber.

(Foto: AP)

San FranciscoDas monatelange Gezerre um die neue Führungsfigur an der Spitze von Fahrdienst Uber dürfte bald ein Ende haben. Der Aufsichtsrat des Unternehmens bietet Expedia-Chef Dara Khosrowshahi den Chefposten im Start-up an. Das erfuhr das Handelsblatt von einer mit der Suche betrauten Person bei Uber. Zuvor hatten „New York Times“ und „Recode“ über die Personalie berichtet. Khosrowshahi muss offiziell noch zustimmen.

Die Entscheidung soll einen Schlussstrich setzen unter die turbulenten Zeiten bei Uber, die im Rausschmiss von Gründer Travis Kalanick Ende Juni gipfelten. Das Start-up versucht sich seitdem von der schwersten Krise seit seiner Gründung zu befreien.

Khosrowshahi setzte sich in der Wahl gegen zwei Favoriten durch. Der langjährige GE-Chef Jeffrey Immelt zog seine Kandidatur am Sonntag zurück. Er galt als Favorit von Kalanick, der nach wie vor im Aufsichtsrat des Start-ups sitzt, konnte aber nur wenige Stimmen der Mitglieder auf sich vereinen. Danach galt Meg Whitman, Chefin von Hewlett Packard Enterprise, als große Favoritin, obgleich sie noch vor einem Monat ein Interesse an dem Job heftig dementiert hatte.

Im Krimi um die Besetzung des Top-Jobs beim wertvollsten Start-up der Welt mit einem Marktwert von 70 Milliarden Dollar war Expedia-Chef Khosrowshahi der bisher unbekannte, dritte Kandidat. Doch er passt ins Profil. Uber benötigt dringend neue Managementstrukturen, angesichts der chaotischen Zustände, die dort zuletzt herrschten.

Das sind die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 17: Spotify
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Eines der wertvollsten Start-ups der Welt wird in diesem Jahr wohl die Rangliste verlassen. Der Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Derzeit wird das Unternehmen aus Schweden mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet, ein Börsengang könnte die Bewertung auf bis zu 20 Milliarden steigern. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.

Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

Platz 16. Theranos
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Mit nur 19 Jahren gründete Elizabeth Holmes (Bild) im Jahr 2003 die Firma Theranos. Mit einem kleinen Piekser in den Finger sollten innovative Technologien zuverlässige günstige Bluttests liefern. Doch dann wurden immer mehr Probleme mit den Bluttests bekannt. Ergebnisse wurden angezweifelt und letztlich als fehlerhaft zurückgezogen. 2017 konnte Theranos die folgenden Rechtstreite aber beilegen. Die letzte Finanzierungsrunde, die vor dem Skandal stattfand, bewertete das Unternehmen mit 9 Milliarden Dollar.

Platz 15: Stripe
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Die irischen Brüder Patrick (links) und John Collison gründeten 2009 das Start-up Stripe. Die Software-Plattform will Online-Zahlungsabwicklungen erleichtern und verarbeitet jährlich für Unternehmen in 25 Ländern Beträge in Milliardenhöhe. Selbst ist das Jungunternehmen 9,2 Milliarden Dollar wert.

Platz 14: DJI
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Frank Wang hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und sogar noch weiterentwickelt: Als er noch klein war, träumte er von einem Modell-Helikopter - als er einen besaß, crashte er ihn schnell. Doch er hielt an seinem Traum fest und gründete 2006 DJI, ein mittlerweile 10 Milliarden Dollar schweres Unternehmen, das Drohnen herstellt und verkauft. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Chinesen.

Platz 13: Dropbox
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Wer hat noch keine Dateien per Dropbox verschickt? Das Start-up bietet eine Freigabe- und Speicherlösung von kleinen und großen Dateien. Drew Houston schrieb 2007 den ersten Softwarecode für Dropbox während einer Busfahrt von Boston nach New York. Mittlerweile nutzen über eine halbe Milliarde Menschen weltweit Dropbox. Das Unternehmen ist derzeit 10 Milliarden Dollar wert. Experten erwarten, dass bald ein Börsengang angekündigt wird.

Platz 12: Lyft
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Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

Platz 11: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

Das Start-up verlor allein in diesem Jahr mehr als ein Dutzend hochrangige Firmenlenker, darunter Finanzchef Gautam Gupta und den Vordenker für seine autonomen Fahrzeuge, Anthony Levandowski. Vor Gericht muss das US-Unternehmen sich gegen die Vorwürfe von Alphabets Autosparte Waymo wehren, Technologie gestohlen zu haben. Das Image schädigten zudem ein Video, in dem Gründer Kalanick mit einem Fahrer stritt, sowie die Vorwürfe einer frauenfeindlichen, sexistischen Atmosphäre.

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