Das Geschäft mit den Haustieren
Wenn Tierliebe keine Grenzen kennt

Antidepressiva für traurige Katzen oder Kauknochen aus Yakmilch für süße Hunde - Tierliebe kennt keine Krise. Vor allem das Premium-Segment wächst. Da spitzen auch Hersteller wie Melitta oder Bayer schon die Ohren.
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New YorkDer letzte Schrei in New York ist Dickson’s. Der Edelmetzger im Chelsea Market, einer kultigen Einkaufsmeile in Manhattan, verkauft sündhaft teures Biofleisch von Weidevieh aus dem Umland der Metropole. Wie der Herr, so der Hund: Innereien und Schlachtabfälle verarbeitet Jake Dickson mit Gemüse der Saison zu hochwertigem Futter. „Farm to Bowl“, vom Hof in den Napf, nennt er das. Der Preis: 800 Gramm für zehn Dollar. Der Absatz: reißend.

Rund 51 Milliarden Dollar gaben die Amerikaner im vergangenen Jahr aus, um ihre tierischen Mitbewohner zu verwöhnen, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit so gigantischen Zahlen kann die deutsche Branche – ihr Gesamtumsatz lag 2011 bei 3,8 Milliarden Euro – nicht mithalten, doch die Stimmung ist ähnlich. Nämlich gut.

„Die Haustierbranche ist stärker als jemals zuvor“, sagte Andrew Darmohraj, Vizechef des amerikanischen Heimtierindustrieverbands APPA, auf der „Global Pet Expo“. Diese weltgrößte Messe für Heimtierprodukte lockt nach Orlando, Florida. Über 3.000 Produktneuheiten wurden dort dieses Jahr vorgestellt: Antidepressiva für die traurige Katze, künstliche Quallen fürs Aquarium oder ein Hunde-Kauknochen aus Yak- und Kuhmilch.

Während in vielen anderen Branchen die Angst umgeht vor Rezession und Niedergang, ist das Geschäft mit Hund und Katze stabil – als Familienmitglieder werden Haustiere selbst in schlechten Zeiten nicht vernachlässigt. Im Gegenteil: Der Trend geht zu Hochwertigem. „Premium ist eine stark wachsende Kategorie, weil die Menschen das Beste für ihr Tier wollen“, sagt Clarissa Nicklaus, Research-Analystin der Londoner Marktforschungsfirma „Euromonitor.“

Während 2011 der Umsatz mit Hunde- und Katzenfutter in Deutschland insgesamt um zwei Prozent stieg, legte der Absatz von teuren „Snacks“ um das Dreifache zu, so Euromonitor. Futter mit hohem Fleischanteil, bedarfsgerechte Portionspackungen, Edelaccessoires aus feinen Werkstoffen – da kalkulieren Firmen zuweilen sogar mit zweistelligen Zuwächsen.

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  • Hallo Wolfsfreund,

    ich denke Sie sind schon noch ein ganzes Stück tiefer im Thema drin, dennoch täuscht Sie Ihr Gefühl nicht.
    Für mich sind Hunde keine Plage oder stinkige Köter, sondern ein Bestandteil meines Lebens. Ich züchte zwar nicht und ich brauche auch keinen Hund aus irgendeinem Egodenken heraus oder als Spielzeug oder Zeitvertreib. Für mich ist es jedoch ein Bedürfnis und kein Aufwand mich mit meinen Hunden zu beschäftigen. Ich respektiere den Hund in seinem Wesen (aber nicht weil ich vor ihm Angst habe) sondern weil er mich ebenfalls respektiert. Einfach ausgedrückt ist das wie ein Geben und Nehmen. Nur so kann das Verhältnis Mensch - Hund bzw. Hund - Mensch für meine Begriff funktionieren.
    Wer dieses so erleben und "genießen" will, muss - das haben Sie völlig richtig geschrieben - versuchen den Hund zu verstehen, ihn einfach mit anderen Augen sehen.
    Wenn dies gelingt, dann ist der Hund dem Menschen stets ein treuer Wegbegleiter auf den man sich in allen Situationen verlassen kann und der einen niemals enttäuscht - wie mancher Mensch.

  • @ i2101ag
    Sie scheinen wie ich mehr Hundemensch als Hundebesitzer zu sein... :-) Ich denke mal, daß viele unsere Einstellung zu Hunden und zum Leben schlicht und einfach nicht verstehen. Dazu kommt noch, daß heute Kinder oft geradezu paranoid-hysterisch von allen potentiellen Gefahren ferngehalten werden und Eltern die von der öffentlichen Meinung in manchen Medien geschürte Hundephobie auf ihre Kinder übertragen. Schade, denn unter richtiger Anleitung sind Kinder und Hunde eine feine Kombination. Ich kann mich noch erinnern, daß ich als kleiner, 5-jähriger Bub vermißt und gesucht wurde. Bis zum Finden dauerte es, denn in der Hütte des Hofspitzes hatte keiner nachgeschaut. :-) Auch ging ich, zum Entsetzen meiner (überfürsorglichen (das gab's auch damals schon)) Eltern, völlig selbstverständlich auf Hunde zu (auch noch groß und schwarz), die als gefährlich und bissig galten, und ich kam manches Mal zu spät zur Schule, weil ich mit einer dieser schwarzen "Bestien" unbedingt mein Pausenbrot teilen mußte. Mich hat nie einer gebissen und mich wird nie einer beißen, denn von Klein auf hatte ich einen innigen Draht zu den Pelzgesichtern und keine Spur von Angst. Heute gibt's statt dem selbstverständlichen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen an der frischen Luft bei Wind und Wetter lieber Playstation und Co. und bakterientötende Seife, wenn man so eine "Bakterienschleuder" auf nur versehentlich berührt hat. Das Miteinander von Hund und Mensch geht, bis auf einen kleinen, harten Kern, allmählich verloren.
    Wie auch immer, ich sehe mich als Hundemensch, ein Teil einer uralten Gemeinschaft mit Canis lupus, 2 Wesen, die biologisch nicht verwandt, sich aber ethologisch/soziologisch doch so ähnlich sind...

  • @ Realist

    Sagen Sie mal, können Sie nicht lesen ???? Ich habe nicht geschrieben, dass mein(e) Hund(e) auf dem Spielplatz waren, ich habe geschrieben, dass ich einen Hund und das Kind beobachtet habe - aus guter Entfernung, denn ich mache es wie Wolfsfreund, ich halte mich mit meinen Hunden von Kindern fern.

    Da meine Hunde angeleint sind - aus gutem Grund ! - kommen immer - ich betone: IMMMER - die Kinder auf mich und meine Hunde zu und wollen streicheln.

    Den Rest können Sie aus dem Posting von Wolfsfreund nachlesen, aber ich glaube das wollen Sie sowieso nicht verstehen, denn Sie haben ihre eigene "realistische" Weltanschauung.

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