Datenskandal
Bahn-Betriebsrat schießt gegen Vorstand

Der Betriebsrat der Bahn verlangt von dem Unternehmen, umgehend die elektronische Erfassung der Personalakten zu stoppen. Einen Brandbrief dürfte Bahnchef Hartmut Mehdorn bereits im Briefkasten haben.

HB MÜNCHEN. Der Betriebsrat verlangt laut einem Zeitungsbericht von der Deutschen Bahn, wegen des Datenskandals die elektronische Erfassung der Personalakten sofort zu stoppen. Das fordert der Konzernbetriebsrat in einem Brief an Vorstandschef Hartmut Mehdorn nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung". Die weitere Speicherung von Personaldaten in einem elektronischen Datenverarbeitungs-System müsse unterbleiben, bis der Skandal um die wiederholte Ausspähung der Belegschaft aufgeklärt sei, heißt es darin.

Der Betriebsrat erwarte, dass der Vorstand dies kurzfristig bestätige. Nach Angaben aus Kreisen der Bahngewerkschaften lässt der Konzern seit einiger Zeit die Personalakten der 240 000 Mitarbeiter nach und nach elektronisch erfassen, berichtet die Zeitung. Der Betriebsrat verweist darauf, dass die Personalverwaltung für mehrere Spähaktionen Daten geliefert habe.

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