DB-Chef Grube
Entschuldigung für Reichsbahn-Verbrechen

Systematische Zwangsarbeit, Transporte in die Konzentrationslager und enge Kontakte zu Hitler: Jahrzehntelang verschwieg die Deutsche Bahn ihre dunkle Vergangenheit in der NS-Zeit. DB-Chef Grube entschuldigte sich nun.
  • 0

BerlinBahn-Chef Rüdiger Grube hat die Opfer der Zwangsarbeit bei der DDR-Reichsbahn um Entschuldigung gebeten. Das sei völlig unabhängig davon, wer nun juristisch Nachfolger der Reichsbahn sei, hieß es in einer Mitteilung der Deutschen Bahn vom Samstag.

„Wir sind es denen, die aus politischen Gründen ins Gefängnis mussten, schuldig, dass wir das geschehene Unrecht aufarbeiten“, sagte Grube bei einem Treffen mit Vertretern der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft. Eine Studie hatte im Sommer ergeben, dass rund 600 DDR-Betriebe Häftlinge als Zwangsarbeiter ausbeuteten. Die Bahn will nun in einem eigenen Forschungsprojekt die Zwangsarbeit bei der Reichsbahn aufklären lassen. „Mit dieser Studie wollen und werden wir dieses weitgehend unbekannte Kapitel aus der Geschichte der Reichsbahn konsequent durchleuchten und dokumentieren“, versicherte Grube. Ergebnisse sollen demzufolge Ende 2015 vorliegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DB-Chef Grube: Entschuldigung für Reichsbahn-Verbrechen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%